Pro & Kontra

Ist Eintrittsgeld für den Weihnachtsmarkt angebracht?

Am Schloss Charlottenburg sollen Besucher des Weihnachtsmarktes diesmal Eintritt zahlen - zu Stoßzeiten drei Euro. Ist das gerechtfertigt? Ein Pro und Kontra von Judith Luig und Gilbert Schomaker.

Foto: Sergej Glanze / Glanze

PRO: Judith Luig will mehr Weihnachten

Drei Euro Eintritt zu Stoßzeiten? Warum nicht? Weihnachtsmärkte haben doch mit Weihnachten mittlerweile nur noch so viel zu tun wie ein Fisch mit einem Fahrrad. Die meisten der Berliner Weihnachtsmärkte sind nur durch die Außentemperaturen von jedem x-beliebigen Rummel zu unterscheiden. Überall Betrunkene, Fahrgeschäfte, Lärm.

Der Vorstoß von Charlottenburg, mehr Weihnachten und weniger Markt zu bieten, kann einem schon etwas wert sein. Saufen kann man auch woanders.

KONTRA: Gilbert Schomaker ist gegen Eintrittspreise

Auf einem Markt will man ja eigentlich etwas kaufen. Auch auf einem Weihnachtsmarkt. Dass man dafür nun für das Geldausgeben vor dem Schloss Charlottenburg Eintritt zahlen muss, wirkt mehr als merkwürdig. Nun wird es sicherlich lange Schlangen vor den Kassen geben. Die Organisatoren verweisen auf die Überfüllung am Sonnabend.

Mit dem Eintrittsgeld wollen sie den Massenandrang besser steuern. Dabei können sie aber durch ihre Idee auch ein schönes Extra-Salär einstreichen.