Sexueller Übergriff

Berliner gesteht Vergewaltigung von 81-Jähriger

Im Juni ist eine 81 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung ist Hellersdorf vergewaltigt worden - von einem Mann, der sich als Postbote ausgab. Nun steht der 49-jährige Sextäter vor Gericht.

Nach einem sexuellen Übergriff auf eine Seniorin in deren Wohnung hat ein 49-Jähriger vor dem Berliner Landgericht die Tat gestanden. Er habe „eigentlich jemanden zum Reden gesucht, sagte der Angeklagte am Freitag zu Beginn des Prozesses. Was er der 81 Jahre alten Frau angetan habe, tue ihm sehr leid. Bereits kurz nach dem Geschehen am 7. Juni dieses Jahres im Stadtteil Hellersdorf hatte der damals alkoholisierte Mann bei der Polizei angerufen und die Vergewaltigung zugegeben.

Seelischer und körperliche Verletzungen

Der 49-Jährige hatte als angeblicher Postbote bei der Seniorin aus seiner Nachbarschaft geklingelt. „Als ich im Flur stand, habe ich sie geschubst, ich wollte das nicht“, sagte der zuletzt arbeitslose Mann. Laut Anklage zerrte er die schreiende Frau ins Schlafzimmer. In einem „nahezu einstündigen Tatgeschehen“ habe er sich an der Frau vergangen.

Die 81-Jährige hatte erhebliche Prellungen sowie Kratzer und Rissverletzungen erlitten. Fast einen Monat befand sie sich auch wegen der starken psychischen Folgen in einem Krankenhaus. Auf Antrag ihres Anwaltes wurde während ihrer Befragung vor Gericht die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der Prozess wird am 17. November fortgesetzt.