Prozess in Berlin

Schlafende Frauen überfallen und vergewaltigt – Lange Haft

Nach zwei Überfällen auf schlafende Frauen muss ein 33-Jähriger für neun Jahre hinter Gitter. Er hatte die inzwischen 76 und 63 Jahre alten Opfer in ihren Häusern sexuell misshandelt und bestohlen.

Nach zwei brutalen Überfällen auf schlafende Frauen muss ein 33-Jähriger für neun Jahre hinter Gitter. Der Angeklagte habe die inzwischen 76 und 63 Jahre alten Opfer in ihren Häusern sexuell misshandelt und bestohlen, stand am Montag für das Landgericht fest.

Im Dezember 2010 sei er über eine Terrassentür in ein Einfamilienhaus im Stadtteil Pankow eingedrungen. Knapp drei Wochen später habe er die Kellertür einer Villa in Wannsee aufgehebelt. „Die Opfer wurden im Schlaf überrascht“, sagte der Vorsitzende Richter.

Der Angeklagte hatte den zweiten Überfall kurz vor dem Urteil gestanden. Er habe einen Hinweis auf mögliche Beute erhalten und Schmuck stehlen wollen, erklärte er. Den Übergriff auf die Frau bereue er. Den weiteren Vorwurf bestritt er. Das Gericht folgte aber der Staatsanwaltschaft.

Die Beute: 90 Euro, zwei Telefone sowie elf Orden und Medaillen

An den Tatorten seien DNA-Spuren in unterschiedlicher Qualität sichergestellt worden, die auf den Angeklagten hinwiesen, begründeten die Richter. Zudem habe es Gemeinsamkeiten gegeben. Am 20. Dezember 2010 war ein Vermummter in das Einfamilienhaus der 76-Jährigen eingedrungen. Er habe die alleinlebende Frau mit einem unbekannten Gegenstand vergewaltigt, hieß es im Urteil.

Schließlich sei er mit 90 Euro, zwei Telefonen sowie elf Orden und Medaillen geflohen. Am 8. Januar 2011 war der Angeklagte in die Villa der 63-Jährigen eingedrungen. Auch diese Frau hatte er wortlos mit einem Gegenstand sexuell misshandelt. Bei dem zweiten Überfall war der Täter mit Schmuck im Wert von 50 000 Euro geflohen.