Gangsta-Rap

Anklage wegen Schlägerei - Rapper Sido muss vor Gericht

Weniger Aggro und Gangsta - mehr Liebe und Familie: Auf der Bühne hat Sido sich einen Imagewandel verpasst. Allerdings startet im November ein Prozess wegen Körperverletzung gegen ihn.

Foto: Henning Kaiser / dpa

Der Berliner Rapper Sido muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Der Prozess beginne am 28. November am Berliner Amtsgericht Tiergarten, teilte Gerichtssprecher Tobias Kaehne am Freitag mit.

Der Musiker soll laut Anklage im April 2012 in einem Club in der Hauptstadt einem Gast eine Glasflasche auf den Kopf geschlagen haben. Das Opfer erlitt demnach eine Platzwunde und Schädelprellung. Der Mann trete im Prozess als Nebenkläger auf, so der Sprecher. Sido hat die Tat in der Vergangenheit. bestritten. Die „Bild“ und „B.Z.“ hatten zuerst über die Anklage berichtet. Nach Informationen der Zeitungen ist das Opfer ein Unternehmer aus Karlsruhe.

Am Mittwoch hatte Sidos Konzertagentur mitgeteilt, der 33-Jährige habe seine bereits gebuchte Hallentour 2015 verschoben und lege eine „Kreativ-Phase“ ein. Er werde die Arbeiten an einem Nachfolger zu seinem Album „30-11-80“ beginnen. Eigentlich hatte Sido für Anfang 2015 eine 30 Termine umfassende Hallentour angekündigt. Sie soll auf November 2015 verschoben werden. Einen Zusammenhang mit dem anstehenden Prozess gebe es nicht, hieß es.