Rechte Kundgebung

Xavier Naidoo spricht vor 300 „Reichsbürgern“

Am Tag der Deutschen Einheit hielten die selbsternannten „Reichsbürger“, die die Existenz der Bundesrepublik ablehnen, eine Kundgebung in Berlin ab. Ein Redner: Soul-Sänger Xavier Naidoo.

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Nur wenige Hundert Meter von der Festmeile am Brandenburger Tor entfernt fand am Freitag vor dem Reichstag eine seltsam anmutende politische Kundgebung statt. Etwa 300 vorwiegend rechtsextremistisch eingestellte Besucher hörten Redebeiträge, in denen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland geleugnet wurde. Stattdessen wurde behauptet, das Deutsche Reich in seinen Grenzen von 1937 habe nach wie vor Bestand. Mit dabei: Sänger Xavier Naidoo. Überraschend ergriff der bekannte Soul-Sänger bei der Veranstaltung das Wort.

Der 43-Jährige, der als Sänger der Gruppe Die Söhne Mannheims berühmt wurde, war mit einem Fahrrad zum Reichstag gekommen und trug ein schwarzes T-Shirt mit dem Aufdruck: „Freiheit für Deutschland“. Den Demonstranten sagte er: „Dieses Land darf nicht in jeden Krieg ziehen. Es geht mir nicht um gut oder schlecht, mir geht es nur um die Liebe zu diesem Land.“

In einem Interview mit dem ARD-Morgenmagazin hatte Naidoo die Bundesrepublik Deutschland schon 2011 als „besetztes Land“ bezeichnet.

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