Bühne

Letzter Tanz - Aus für Berliner „Jedermann“-Festspiele

Barbara Wussow ist die letzte Buhlschaft bei den Berliner „Jedermann“-Festspielen. Nach diesem Herbst ist nach fast drei Jahrzehnten Schluss. Dies gab Regisseurin Brigitte Grothum nun bekannt.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Die Berliner „Jedermann“-Festspiele finden in diesem Herbst zum letzten Mal statt. Die Finanzierung des Theaterstücks sei von Jahr zu Jahr schwieriger geworden, begründete die 79-jährige Produzentin, Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Grothum („Drei Damen vom Grill“) am Dienstag ihre Entscheidung.

Grothum hatte das Mysterienspiel von Hugo von Hofmannsthal 1987 zum ersten Mal inszeniert. Seit 1993 wird der „Jedermann“ in wechselnder prominenter Besetzung im Berliner Dom aufgeführt.

Bei den diesjährigen und letzten Aufführungen (16. bis 26.10.) stehen Georg Preusse als Jedermann, Achim Wolff als Tod, Barbara Wussow als Buhlschaft und Peter Sattmann als Teufel auf der Bühne. In weiteren Rollen sind zu sehen: Ines Bartholomäus, Stefan Gossler, Brigitte Grothum, Michael Jussen, Ilja Richter, Ursula Karusseit, Herbert Köfer, Horst Pinnow, Debora Weigert, Stephan Wilke, Matthias Zahlbaum und Santiago Ziesmer.

Wechselndes Promi-Ensemble

Jährlich spielt ein neu zusammengestelltes, prominent besetztes Ensemble das Spiel um Leben und Tod. Bereits 2011 und 2012 spielte Wussow die Buhlschaft. „Aller guten Dinge sind drei: Ich freue mich, dieses Stück noch einmal zu spielen“, so Wussow. Zuvor waren bereits Jeanette Biedermann, Katarina Witt, Eva Habermann und auch Jenny Elvers für die Rolle besetzt.

Mehr als 500.000 Zuschauer aus dem In- und Ausland haben mittlerweile die Berliner Jedermann-Festspiele besucht. Brigitte Grothum sagte erst kürzlich: „Seit 28 Jahren begleitet mich nun der Jedermann, dessen Stoff auch nach 100 Jahren seit der Uraufführung nichts von seiner Aktualität verloren hat.“