Krankenhausstatistik

Berliner Kliniken - Mehr Patienten, kürzere Behandlungszeiten

In den Berliner Krankenhäusern sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen behandelt worden. Die Auslastung liegt über dem Bundesdurchschnitt - auch wenn die Patienten nicht mehr so lange bleiben.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Die Auslastung der medizinischen Einrichtungen in Berlin ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Wie aus der neuesten Krankenhausstatistik hervorgeht, sind 2013 in 79 Berliner Krankenhäusern 11.264 Patienten mehr behandelt worden als im Jahr zuvor. Ingesamt suchten im vergangenen Jahr 794.009 Patienten eine Klinik in der Hauptstadt auf, um sich versorgen zu lassen. Für die stationäre Behandlung standen durchschnittlich 20.070 Betten bereit.

Verringert hat sich laut Statistik hingegen die Zeit, die die Patienten im Krankenhaus bleiben mussten. Waren es 2002 noch durchschnittlich 9,3 Tage, so haben die Patienten 2013 das Krankenhaus bereits nach 7,6 Tagen verlassen können. Die Auslastung der Krankenhausbetten lag in Berlin im vergangenen Jahr bei 82,2 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt von 77,4 Prozent.

Mehr Patienten in der Unfallchirurgie

Besonders viele Menschen sind 2013 in den Fachabteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, Neurologie und Frauenheilkunde behandelt worden. Im Vergleich zum Vorjahr haben vor allem die Patientenzahlen in den Bereichen Unfallchirurgie, Innere Medizin, Geriatrie, Kinderheilkunde, Neurologie und plastische Chirurgie deutlich zugenommen. Erhöht hat sich auch die Anzahl der behandelten Fälle in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie in der Psychotherapeutischen Medizin. Für Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) sind die Zahlen „ein Beleg für die leistungsfähige und umfassende Krankenhausversorgung in Berlin“. Der künftige Krankenhausplan 2016 werde einen Schwerpunkt auf Versorgungskonzepte zur Geriatrie und Notfallversorgung legen und Vorgaben zur personellen Ausstattung dieser Bereiche beinhalten.

Grundstein für neues Rettungszentrum an der Charité

Zu den gefragtesten Krankenhäusern der Hauptstadt gehört das Universitätsklinikum Charité. Dort werden jährlich 140.000 Patienten stationär und weitere 640.000 ambulant behandelt – Tendenz steigend. Am Campus Charité Mitte ist deshalb am Freitag der Grundstein für einen neuen zentralen OP- und intensivmedizinischen Bereich sowie für eine neue Rettungsstelle gelegt worden. Das Land Berlin hat für den fünfgeschossigen Bau an der östlichen Seite des Bettenhochhauses 70 Millionen Euro bereitgestellt.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte anlässlich der Grundsteinlegung, dass Berlin als wachsende Stadt eine leistungsfähige Charité brauche. „Wir werden alle von der Klinik und der Forschung der Charité profitieren.“