IFA

Manager beschädigt Waschmaschinen der Konkurrenz

Skurriler Vorfall in einem Berliner Elektronikmarkt – Ein LG-Manager soll Waschmaschinen von Samsung beschädigt haben. Angeblich wollte er sie nur testen.

Ein Manager des südkoreanischen Elektronikkonzerns LG soll in einem Berliner Elektronikmarkt Waschmaschinen des Konkurrenten Samsung beschädigt haben. Die Berliner Polizei bestätigte am Freitag mit Blick auf den Bericht südkoreanischer Medien nur den Sachverhalt, aber nicht die Identität des Beschuldigten. Es werde wegen des Verdachts der Sachbeschädigung ermittelt.

Der Konzern LG wies den Vorwurf der absichtlichen Beschädigung zurück. Der Manager habe nur die wackelnden Türen der vier Samsung-Waschmachinen überprüfen wollen. Dabei sei er von Angestellten des Geschäfts im Europacenter beschuldigt worden, teilte LG mit. Laut einem Bericht der „Yonhap News“ gebe es allerdings Videomaterial, das den Manager zeige, wie er die Türen so weit herunterdrücke, dass sie sich nicht mehr schließen ließen.

Der Elektronikmarkt ließ den Manager und seine Begleiter gehen, als sie sich bereiterklärten, die beschädigten Waschmaschinen zu kaufen. Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte der Woche, wenige Tage vor dem Beginn der IFA 2014, wo beide südkoreanischen Unternehmen Geräte präsentieren. Dem Bericht zufolge habe LG weiter mitgeteilt, dass es sich nur um einen „dieser gewöhnlichen Vorfälle handele, die im Vorfeld von Elektronikmessen passieren würden“ – was vermutlich Rückschlüsse über die Härte des Konkurrenzkampfes in diesem Segment zulässt.