Computerfehler

Digitale Anzeigen bei BVG-Bussen machen Probleme

Wegen eines Softwarefehlers sind die Anzeigen an Bussen und Haltestellen zurzeit fehlerhaft. Die Beschilderung an den Fahrzeugen ist betroffen, und auch auf den Fahrscheinen steht ein falsches Datum.

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Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) dürfen sich derzeit nicht auf die Anzeigen an Bussen und Bushaltestellen verlassen. Grund ist ein Softwarefehler des Dynamischen Auskunfts- und Informationssystems, kurz „Daisy“.

Dieser führt dazu, dass an den Haltestellen vorübergehend keine Abfahrtszeiten angezeigt werden können. Auch die Beschilderung der Fahrzeuge kann betroffen sein, ebenso ist es möglich, dass auf den im Bus ausgegebenen Fahrscheinen ein falsches Datum steht.

Betroffen sei nur ein Teil der Busflotte, „wir wissen nicht, in welchem Ausmaß das Problem auftritt“, sagt Sprecherin Petra Reetz. In Tram und U-Bahn gebe es keine Probleme. Auch Sicherheitssysteme wie Videoüberwachung und Notrufsystem seien nicht betroffen.

Alle BVG-Busfahrer sind angewiesen, die Fahrgäste mit den nötigen Auskünften zu versorgen. Besagte Busse werden manuell mit der Liniennummer beschildert, eine automatische Ansage an der Haltestelle ist allerdings nicht möglich.

Wie beim „Jahr-2000-Problem“

Mit dem kürzlich erfolgten Umzug in die neue BVG-Leitzentrale in Lichtenberg hat das Problem aber nichts zu tun. Dieser hatte „Daisy“ nur für zwei Stunden außer Gefecht gesetzt. Vielmehr sei die Datenübertragung gestört, teilte die BVG am Dienstag mit.

Ein erste Analyse ergab, dass der GPS-Empfänger der Fahrzeuge ein falsches Datum an die Bordrechner schickt, das diese nicht uneingeschränkt verarbeiten können.

Seit 2003 wird „Daisy“ vermehrt an wichtigen der fast 7300 Bus- und Straßenbahnhaltestellen eingesetzt. Es ist nicht das erste Mal, dass es Probleme bereitet. Experten der BVG arbeiten derzeit an einer Lösung. Eine Prognose, wann das System wieder reibungslos funktioniert, will die BVG nicht abgeben.