Taxiverband

Tausende Taxis fahren in Berlin am Fiskus vorbei

Minijobber als Vollzeitfahrer, manipulierte Taxameter, geheime Umsätze. Der Taxiverband spricht von einem „riesigen Schaden für den Staat“ und fordert schärfere Kontrollen in Berlin.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Rund 3000 Taxifahrer in Berlin arbeiten schwarz. Dies teilte der Vorsitzende des Taxi Verbands Berlin Brandenburg, Detlev Freutel, am Sonnabend mit. Viele Taxiunternehmen meldeten Fahrer als Minijobber an, die aber in Wirklichkeit mehr als den Grenzbetrag von 450 Euro verdienten. „Das bedeutet einen riesigen Schaden für den Staat“, so Freutel.

Es würden Umsätze verschwiegen, Taxameter manipuliert und Kreditkartenzahlungen nicht angeboten, um die Fahrten nicht zu dokumentieren. „Es ist schwierig, Taxen zu finden, in denen man bargeldlos bezahlen kann“, sagte Freutel. Die Politik sei gefragt, für mehr Kontrollen zu sorgen.

Als positives Beispiel nannte Freutel Hamburg. Dort seien bereits zwei Drittel der Taxen mit dem sogenannten Fiskal-Taxameter ausgerüstet. Damit werden Taxifahrten zentral erfasst und Tricksereien erschwert. Ab 2016 sollen die Fiskal-Taxameter bundesweit zur Pflicht werden.