Kommentar

Freier Schwimmbad-Eintritt für Feuerwehr eine gute Idee

Die SPD möchte Feuerwehrleute mit freiem Eintritt in Schwimmbäder belohnen. Die Bäderbetriebe wiegeln jedoch ab. Die Aktion sei zu teuer. Doch wegen 3000 Brandschützern werden sie kaum bankrott gehen.

Foto: Fredrik von Erichsen / dpa

Manchmal muss man einfach mal pragmatisch denken. Es mangelt in Berlin an Respekt für diejenigen, die unter persönlichen Risiken für uns alle unterwegs sind, vor allem Feuerwehrleute und Polizisten. Das wird gerne bedauert. Da wäre es ein geeignetes Zeichen, diesen Menschen als Anerkennung ein paar kleine Privilegien zukommen zu lassen.

Immerhin verdienen sie auch noch auf Jahre hinaus weniger als ihre Kollegen, die in anderen Bundesländern auf weniger hartem Pflaster Dienst tun als in Berlin. Freier Eintritt für Feuerwehrleute in den öffentlichen Bädern könnte ein solches Zeichen sein.

Dass die Berliner Bäderbetriebe wegen knapp 3000 Feuerwehrleuten bankrott gehen, ist kaum zu erwarten. Zumal ja nicht jeder dieser Beamten bisher regelmäßig seinen Obolus an der Bäderkasse bezahlt. Die tatsächlichen Verluste hielten sich also in engen Grenzen. Was SPD-Fraktionschef Raed Saleh vorschlägt, lässt sich sofort umsetzen, kostet wenig und hilft den Uniformträgern mehr als warme Worte in Feierstunden.