Spreeufer

Chronologie des Konflikts rund um die East Side Gallery

Seit Wochen tobt ein Streit um den Erhalt der ehemaligen Berliner Mauer. Ein Investor lässt sich davon nicht abschrecken und reißt kurzerhand Mauerstücke raus. Eine Chronologie des Mauer-Konflikt.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

2008 Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg erteilt die Baugenehmigung für den Wohnturm „Living Levels“, ein Hochhaus mit 36 Wohnungen an der Mühlenstraße in Friedrichshain.

Februar 2013 Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg Franz Schulz (Grüne) bestätigt die Pläne, Teile der Mauer zu versetzen. Neben dem Wohnprojekt sei die neue Brommybrücke ein weiterer Grund für den Abriss.

1. März Die Bauarbeiten beginnen, ein Teil der Mauer wird abgebaut. Später wird aber der Abriss durch massive Proteste gestoppt.

3. März Großdemo für den Erhalt der East Side Gallery. Tausende Menschen protestieren, 70.000 Unterschriften werden gesammelt. Das Entfernen weiterer Mauerstücke wird bis zum 18. März gestoppt.

4. März Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) setzt sich für den Erhalt der East Side Gallery ein: „Der Abriss eines Teils der East Side Gallery erscheint als nicht notwendig.“

17. März David Hasselhoff singt an der East Side Gallery. Der US-Star gibt seinen seinen Hit „Looking for Freedom“ zum Besten, den er schon Silvester 1989 an der Mauer gesungen hatte.

20. März Die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg verabschiedet eine Resolution gegen die Bebauung des ehemaligen Todesstreifens.

25. März Franz Schulz fordert den Senat auf, nach einem alternativen Standort für das Bauprojekt vom Living Levels zu suchen. Ein erstes Fachgespräch findet allerdings ohne den Investor statt.

27. März Am Mittwochmorgen werden ab 5.30 Uhr vier Mauerelemente entfernt.