Lichtenberg

Mehrere Brände im Bezirk ängstigen Lichtenberger

Am Sonnabend starb ein 66-Jähriger in seiner brennenden Wohnung. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nicht. Bei zwei weiteren Bränden verhinderte die Feuerwehr Schlimmeres. Die Polizei ermittelt.

Foto: Steffen Pletl

Bei Bränden in mehreren Wohnhäusern in Lichtenberg ist ein 66-jähriger Mieter ums Leben gekommen, zwei weitere Männer wurden verletzt. Der Tote wurde am Sonnabendvormittag gegen 8.30 Uhr von Löschkräften der Feuerwehr in seiner Wohnung an der Hentigstraße entdeckt. Anwohner hatten kurz zuvor bemerkt, wie dichter Qualm aus der Wohnung drang, und daraufhin die Feuerwehr alarmiert.

Bei den Löscharbeiten stießen die Einsatzkräfte dann auf den reglos am Boden liegenden 66-Jährigen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Das Feuer hatte zu dieser Zeit bereits die gesamte Wohnung erfasst. Die Brandursache ist noch unklar, Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nach Angaben der Polizei nicht. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes (LKA) hat inzwischen die Ermittlungen übernommen.

Unbekannte zünden Kinderwagen an

Bereits am frühen Freitagabend hatten Unbekannte im zehnten Stock eines elfgeschossigen Wohnhauses an der Landsberger Allee einen dort abgestellten Kinderwagen angezündet. Als die Feuerwehr gegen 19.40 Uhr eintraf, hatte der Brand bereits ein Fenster auf der Etage erfasst. Das Feuer konnte von den Einsatzkräften gerade noch rechtzeitig gelöscht werden, bevor es sich weiter ausbreitete.

Auch die Entwicklung gefährlicher Kohlenmonoxidgase konnte so verhindert werden. Zwei im Auftrag der Hausverwaltung in dem Gebäude anwesende Wachschützer erlitten allerdings bei der Rettung gefährdeter Mieter Rauchgasvergiftungen, sie mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Alle Bewohner des Hauses blieben dagegen unverletzt.

Brennende Kellerverschläge in Neu-Hohenschönhausen

Einen weiteren Brand gab es am selben Abend in Neu-Hohenschönhausen. Dort hatten Unbekannte zwei Kellerverschläge in Brand gesetzt. Eine Mieterin des Hauses an der Warnitzer Straße hatte gegen 23.30 Uhr laute Knallgeräusche gehört und dichten Qualm bemerkt, der aus dem Keller drang. Daraufhin alarmierte die Frau die Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte konnten den Brand löschen, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. Auch in diesem Fall ist die Brandursache noch nicht völlig geklärt, die Ermittler gehen allerdings von Brandstiftung aus. Anwohner reagierten besorgt. Einen Zusammenhang zwischen den Bränden sieht die Polizei derzeit nicht.