Unter den Linden

Abrissarbeiten des alten U6-Tunnels beginnen

Für die Autofahrer wird es eng: Unter den Linden wird auf eine Spur verengt. Für Berliner U-Bahn-Fahrgäste entfällt der Pendelverkehr.

Foto: DAPD

Die gute Nachricht für die Nutzer der U-Bahnlinie 6 ist zugleich eine schlechte für Autofahrer. Denn die müssen sich bereits jetzt durch Berlins ohnehin schon stauträchtige Stadtmitte quälen.

Am Dienstag endeten die Vorarbeiten für den Bahnhofsbau Unter den Linden. Am Mittwoch starten die Abrissarbeiten des bisherigen U6-Tunnels und damit die Hauptphase der Bauarbeiten. In Höhe Friedrichstraße beginnt in einer offenen Grube der Bau des Kreuzungsbahnhofs „Unter den Linden“.

Bis voraussichtlich Herbst 2013 entfällt für die Fahrgäste damit der zeitraubende Pendelverkehr. Die Züge fahren zumindest wieder im Regelverkehr von Alt-Mariendorf bis Französische Straße beziehungsweise von Friedrichstraße bis Alt-Tegel. Zwischen den U-Bahnhöfen Friedrichstraße und Alt-Tegel wird die Taktfolge des regulären Zugbetriebs auf einen 4- anstelle eines 5-Minuten-Takts in der Hauptverkehrszeit erhöht. Vom U-Bahnhof Französische Straße fahren die Züge von beiden Bahnsteigen in Richtung Alt-Mariendorf.

Im U-Bahnhof Stadtmitte fahren die Züge von beiden Bahnsteigen in beide Richtungen (U Französische Straße – U Alt Mariendorf). Um nicht versehentlich in den falschen Zug zu steigen, rät die BVG ihren Fahrgästen, auf die Zugbeschilderung und die Anzeigetafeln zu achten. Die U-Bahnlinie zwischen den Bahnhöfen Französische Straße und Friedrichstraße bleibt unterbrochen, kann aber entweder auf dem Fußweg von 500 Metern überbrückt werden oder mit dem Bus 147.

Nur eine Spur Unter den Linden

Für Autofahrer dagegen wird es nun noch enger als bisher: Voraussichtlich bis Mitte Oktober wird die Fahrbahn in der Straße Unter den Linden in Richtung Brandenburger Tor von zwei auf eine Spur verengt. Die nördliche Friedrichstraße wird zwischen Mittelstraße und Unter den Linden für Autos für die Arbeiten der Berliner Wasserbetriebe gesperrt.

Die Bauarbeiten am Kreuzungsbahnhof Unter den Linden sind Teil der umstrittenen „Kanzlerlinie“. In den kommenden sieben Jahren soll das fehlende Stück U-Bahnlinie 5 zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor geschlossen werden. Der 2,5 Kilometer lange Lückenschluss kostet voraussichtlich 433 Millionen Euro. Neben dem neuen Kreuzungsbahnhof der Linien 5 und 6 Unter den Linden werden noch zwei weitere gebaut: eine vor dem Berliner Rathaus, eine an der Museumsinsel.