Leipziger Platz

Mega-Shopping-Mall in Mitte soll noch größer werden

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Isabell Jürgens

Foto: Glanze

Der Investor Harald Huth erwirbt am Leipziger Platz ein weiteres Baugrundstück. Damit kann er sein geplantes Einkaufszentrum ausweiten.

Drei Grundstücke zwischen Leipziger Platz und Wilhelmstraße in bester Mitte-Lage gehören ihm bereits, jetzt hat der Berliner Projektentwickler Harald Huth erneut zugeschlagen. Wie die Corpo Gruppe am Montag mitteilte, hat Harald Huth das Areal hinter dem Voßpalais gekauft. Die Fläche an der Voßstraße 33 ist zwar nur 700 Quadratmeter groß und damit eigentlich eine Nummer zu klein für den Großgrundbesitzer, der am Leipziger Platz bereits mehr als 31.000 Quadratmeter sein Eigen nennt. Jedoch kommt der kleinen Brache hinter dem denkmalgeschützten Palais für die Entwicklung seines Mega-Shopping-Centers mit 180 Läden am Leipziger Platz besondere Bedeutung zu: Das Grundstück bietet die Chance, die neue Shoppingmall durchgängig bis zur Wilhelmstraße zu erweitern.

450 Millionen Euro investiert

Rund 450 Millionen Euro investiert Huths Firma, die High Gain House Investments (HGHI), auf dem ehemaligen 21.000 Quadratmeter großen Wertheim-Areal an der Nordostecke des achteckigen Stadtplatzes. Ende 2013 soll die Eröffnung des neuen Shopping-Centers erfolgen, Anfang 2014 soll das Stadtquartier am Leipziger Platz komplett fertig sein. Neben dem Shopping-Center sind mehr als 200 Wohnungen sowie ein Hotel geplant. Ebenfalls in Huths Besitz befindet sich auch das Areal mit der Adresse Leipziger Platz 16, das er im Jahr 2011 vom Automobilclub von Deutschland (AvD) erworben hat. Zudem hat Huth Anfang dieses Jahres das ehemalige preußische Ministerium an der Leipziger Straße sowie die rund 10.000 Quadratmeter große Brache zwischen Leipziger, Voß- und Wilhelmstraße erworben. Mit dem Kauf der kleinen Fläche hinter dem Voßpalais bietet sich Huth nun die Möglichkeit, die beiden großen Grundstücke so zu verbinden, dass eine durchgängige Shopping-Mall vom Leipziger Platz bis an die Ecke Mohrenstraße entsteht.

Zudem planen Huth und Corpo, das historische Palais in die Mall mit einzubeziehen. „Mit der Einbindung des Hauses wird es auch eine architektonische Bereicherung für unser Projekt geben“, so Huth. „Wir können eine sehr reizvolle Hofsituation schaffen, die für die Flaneure in der Mall für Abwechslung sorgt“, so der Investor. Über den Kaufpreis haben Huth und Corpo Stillschweigen vereinbart.

Das Voßpalais selbst bleibt im Besitz der Corpo, die das Gebäude derzeit saniert. Das Haus blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Es wurde nach den Plänen des Architekten und Erstbewohners Wilhelm Böckermann 1886 errichtet. Von 1935 bis zum Mauerfall 1989 nutzte die Deutsche Reichsbahn das Bauwerk als Verwaltungsgebäude. Das Haus Nummer 33 ist heute das letzte erhaltene Vorkriegsgebäude in der Voßstraße.