Kreuzberg

Unbekannte attackieren BVG-Busse – Fahrgäste leicht verletzt

Innerhalb von vier Minuten wurden in Kreuzberg zwei Busse der BVG mit Gegenständen beworfen. Derartige Vorfälle häufen sich.

Foto: Steffen Pletl

Bei zwei Angriffen auf BVG-Busse in Kreuzberg, bei denen Scheiben splitterten, sind am Dienstagabend zwei Fahrgäste leicht verletzt worden.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden die Omnibusse in Kreuzberg von Unbekannten mit Gegenständen beworfen worden. Die Vorfälle ereigneten sich gegen 20.30 Uhr innerhalb von nur vier Minuten.

Der erste Bus, der auf der Linie 140 eingesetzt war, war auf der Prinzenstraße in Kreuzberg in Richtung Moritzplatz unterwegs. Zeugen berichteten, dass es einen lauten Knall gegeben habe. Daraufhin sei eine Seitenscheibe zersplittert. Der Gegenstand habe die Scheibe jedoch nicht durchdrungen, so die Polizei. Zwei Fahrgäste, die in der Nähe des getroffenen Fensters saßen, wurden durch die Glassplitter verletzt.

Ein 24-Jähriger erlitt ein Knalltrauma. Ein weiterer 47 Jahre alter Mann wurde durch die Splitter am Auge verletzt. Beide wurden zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Wenige Minuten später wurde ein weiterer Bus auf derselben Linie attackiert. Dabei wurden keine Fahrgäste verletzt. Der oder die Täter konnten unerkannt flüchten. Womit die Busse beworfen wurden, ist nicht bekannt. Nach BVG-Angaben wurden sie aus dem Verkehr gezogen. Die Fahrer beendeten – wie in solchen Fällen vorgeschrieben – ihren Dienst.

Wiederholt angegriffen

Busse der BVG sowie deren Fahrer sind in der Vergangenheit wiederholt attackiert worden. So zerstörte vor rund sechs Wochen ein aggressiver Fahrgast die Scheibe eines BVG-Busses in Tiergarten. Der Fahrer hatte ihn zuvor aus dem Bus geworfen, nachdem der Mann mehrere Fahrgäste angepöbelt hatte. Aus Wut warf er die Scheibe ein – wahrscheinlich mit einem Stein oder einer Flasche.

Auch Busfahrer sind häufig Ziel tätlicher Angriffen. So gab es in den vergangenen Wochen mehrere Vorfälle, bei denen die Fahrer verletzt wurden. Besonders brutal ging etwa ein Mann vor, der im Mai in Lichtenberg einen Busfahrer angriff. Weil der Fahrer eines Busses der Linie 256 an einer Haltestelle ein Kind entdeckt hatte, das offenbar mit seinem Roller gestürzt war, stieg er aus und half dem Kind. Plötzlich trat der Mann an ihn heran und schlug ihn unvermittelt ins Gesicht. Der Täter konnte unerkannt flüchten.