Von Zeitung bis Zeitschaltuhr

Wie Sie sich vor Einbrechern schützen können

Die Zahl der Einbrüche steigt: 2011 traf es bereits 9730 Berliner Wohnungen. Dabei genügen oft einfache Tricks, um sich zu schützen. Morgenpost Online zeigt, wie Sie Langfingern das Leben schwer machen.

Foto: picture-alliance / picture-alliance/chromorange

Die Einbruchszahlen in Berlin steigen deutlich . Nach Angabe von Polizeisprecher Martin Otter kann aber jeder etwas zum Schutz seines Eigentums beitragen. Dazu gehörten sowohl technische Einrichtungen als auch taktisches Verhalten im Umgang beispielsweise mit Urlaubsplanungen.

Polizei setzt auf Vorbeugung

Wie berichtet wurde nach Angaben von Berlins Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers in diesem Jahr bislang in etwa 9730 Berliner Wohnungen eingebrochen. Dies entspreche einer Steigerung von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die rot-schwarze Koalition will mit 250 zusätzlichen Polizisten das Sicherheitsgefühl der Berliner verbessern. Die Grünen forderten am Dienstag mehr Prävention. „Jetzt allein auf die Präsenz abzustellen, um allein das subjektive Sicherheitsgefühl zu steigern, kann sich als schwerer Fehler erweisen“, sagte Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher der Fraktion. „Stattdessen wäre Aufklärung und Prävention das Gebot der Stunde.“

Neben der Ermittlungsarbeit setzt auch die Polizei auf Vorbeugung. „Wer verreist, sollte für diesen Zeitraum Zeitungsabonnements abbestellen und die Briefkästen leeren lassen“, so der Beamte Martin Otter. „Ferner sollte bei Gesprächen mit Bekannten in der Öffentlichkeit darauf verzichtet werden, über anstehende Reisen zu reden.“

Außenbeleuchtung, Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren

Auch die Installation verschiedener Sicherungsanlagen könnten Einbrecher fernhalten. „Wenn die potenziellen Täter sehen, dass diese Gerätschaften auf dem neuesten Stand sind, verwerfen sie schnell ihre Pläne, weil es ihnen um einen schnellen Einbruch geht.“ So würden beispielsweise Außenbeleuchtungen nützlich sein, die durch Bewegungsmelder aktiviert werden. Zeitschaltuhren, die Jalousien öffnen beziehungsweise verschließen oder in den Räumen das Licht zur Abendzeit einschalten, hätten sich ebenfalls bewährt. „Fenster und Türen sollten auch bei kurzer Abwesenheit verschlossen werden, dies gilt besonders für Eingänge wie Balkon- oder Garagentüren, die direkt ins Haus führen“, so Polizist Martin Otter weiter.

Die Zentralstelle für Prävention der Berliner Polizei empfiehlt, geprüfte und einbruchshemmende Fenster zu verwenden. Den höchsten Widerstand bietet die Verankerung im Mauerwerk. Rollgitter, Gittertüren und Scherengitter sollten möglichst aus Stahl bestehen und sind bei Innenmontage schlechter für den Einbrecher angreifbar. „Ein gutes Nachbarschaftsverhältnis kann ein gutes Mittel zum Vermeiden von Einbrüchen sein“, so Polizeisprecher Martin Otter weiter. „Wenn die Menschen etwas auf den anderen achten, ist schon viel getan.“ Laut einem Zivilfahnder würden Einbrecherbanden teilweise regelrecht die Gegend für mögliche Taten auskundschaften. „Deshalb sollten sich Anwohner die Kennzeichen und Fahrzeugtypen von Autos merken, die ihnen auffallen und die sich sonst nicht in ihrem Umfeld aufhalten.“ In jedem Fall sei es besser, die Polizei einmal zu oft zu kontaktieren als solche Informationen nicht zu verwenden.