Die Polizei hat im Zuge einer ganzen Reihe richterlich verfügter Durchsuchungen eine straff organisierte Einbrecherbande zerschlagen. Bei Razzien in vier Bezirken konnten am Mittwoch fünf Haftbefehle vollstreckt, Beweismittel beschlagnahmt und erhebliche Vermögenswerte beschlagnahmt werden. Nach Polizeiangaben gelten die fünf 26, 27, 29, 30 und 31 Jahre alten verhafteten Tatverdächtigen als Köpfe der Organisation. Zudem wurden die Wohnungen von fünf Komplizen durchsucht.
Insgesamt 120 Polizeibeamte hatten in den Morgenstunden, unterstützt von Finanzermittlern und sechs Suchhunden, zeitgleich zehn Wohnungen und drei Geschäfte in Spandau, Neukölln, Mitte sowie Charlottenburg-Wilmersdorf durchsucht. Die Polizei stellte unter anderem Laptops, Uhren und Funktelefone sicher. Zudem wurden im Zuge der Vermögensabschöpfung ein Porsche 911 und ein Mercedes S500 sowie ein Sparbuch über 6400 Euro beschlagnahmt.
Gegen die Bande, der Deutsche, Libanesen, Türken, Jordanier und Franzosen angehören, liefen bereits seit Jahresbeginn Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Verdächtigen wurden dabei observiert und auch ihre Telefone abgehört. Nach den bisherigen Erkenntnissen können der Einbrecherbande bisher 37 Einbrüche in Wohnungen, Büros, Hotels und Schulen in Berlin und Brandenburg nachgewiesen werden. Durch die Auswertung des Beweismaterials dürfte diese Zahl noch erheblich steigen, sagte ein Polizeisprecher. Zur Diebesbeute zählten vor allem Laptops, Beamer, Fahrräder, Kameras und andere technische Geräte, die bei Hehlern zu Geld gemacht wurden.
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