Altpapier

BSR-Tochter stellt Gratis-Hamster-Tonnen auf

Die Berlin Recycling GmbH, eine Tochter der Berliner Stadtreinigung, stattete einige Berliner Bezirke mit kostenlosen Papiertonnen aus. Obwohl sie gratis sind, lohnen sich die Tonnen mit dem Goldhamster auch für die BSR.

Foto: Promo

In mehreren Bezirken wurden in den vergangenen Wochen neue und kostenfreie Papiertonnen aufgestellt. Anbieter ist die Berlin Recycling GmbH, eine Tochter der Berliner Stadtreinigung (BSR). Ein lächelnder Goldhamster ist auf der Vorderseite abgebildet. Andere Berliner wiederum müssen bei der BSR 31 Euro im Jahr für ihre blaue Papiertonne zahlen und können sich beim Entsorgen ihrer Pizzakartons nicht über das Bild eines Nagetiers auf ihrer Tonne freuen. „Die sogenannten Hamstertonnen sind eine lokal begrenzte Aktion, die es nur in einigen Stadtteilen gibt“, sagt Hanno Thielmann, Geschäftsführer von Berlin Recycling.

Eine Tonne zur "Tourenverdichtung"

Die Hamstertonne fasst 120 Liter Altpapier, wird im Vier-Wochen-Rhythmus geleert und ist vollkommen vertragsfrei. Verfügbar ist sie für alle Einfamilienhaushalte im Hamstertonnen-Einzugsgebiet. Wer dort dazugehört, bekommt einen Flyer in seinen Briefkasten. Ausschließlich auf diese Weise informiert die BSR über die Aktion. „Man kann die Hamstertonne nicht finden“, sagt Hanno Thielmann dazu. „Man wird von ihr gefunden.“ Er bestätigte Morgenpost Online, dass es Hamstertonnen in den Gebieten Schmöckwitz, Rudow, Tempelhof und Hermsdorf gibt. Als Grund, warum die Hamstertonne nicht großflächig beworben wird, nennt Thielmann wirtschaftliche Gründe: „Es wäre nicht ökonomisch, wenn unsere Neukunden sich nur noch für die Hamstertonne interessieren würden.“

Die Hamstertonne – obwohl gratis – lohnt sich für die BSR aber durchaus, wie ein Mitarbeiter erläutert. Sie sei zur „Tourenverdichtung“ geschaffen worden. Es sei nämlich ökonomisch wenig sinnvoll, wenn die Papierlaster längere Zeit ohne Zwischenstopp fahren müssten. Deshalb würden die Hamstertonnen dort angeboten, wo es größere Lücken zwischen den verschiedenen Haltepunkten gebe. Zudem ist der Papierpreis in den vergangenen Jahren gestiegen. Warum trägt nun aber die Gratistonne fürs Altpapier ausgerechnet den Aufdruck eines lächelnden Goldhamsters? „Wir wollten dem Müll ein Gesicht geben“, sagt Hanno Thielmann.