Zauberflöte

Schwenkow hat das Okay für seine Wannsee-Oper

Aus der Seebühne wurde erst eine Uferbühne, dann folgte ein langes Hin und Her mit der Umweltbehörde. Und jetzt ist sie endlich da, die nötige und lang ersehnte Genehmigung für die Neuinszenierung der "Zauberflöte" bei den ersten Berliner Seefestspielen.

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Die Neuinszenierung der „Zauberflöte“ durch Katharina Thalbach bei den ersten Berliner Seefestpielen ist laut Veranstalter endgültig gesichert. Nach Angaben der Bauaufsicht des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf liegen sämtliche Genehmigungen vor, wie die Deutsche Entertainment AG (DEAG) am Dienstag mitteilte.

Mit dem Bau der 18 Meter hohen Pyramidenkonstruktion sei bereits am vergangenen Wochenende begonnen worden. Weil die Behörden Bedenken gegen eine Bühne im Wannsee hatten, war das Bauwerk ans Ufer im Strandbad verlegt worden. Die Premiere findet am 11. August statt.

Tribüne für 2000 Zuschauer

Drei Gründe haben nach Aussagen des Veranstalters Peter Schwenkow den Ausschlag gegeben, mit den Seefestspielen auf höher gelegenes Land auszuweichen. Um den Zuschauern Komfort und gute Sicht bieten zu können, sei eine Tribüne unbedingt notwendig. Vorschläge, die Gäste könnten sich in den Sand setzen, hielt Schwenkow bei Eintrittspreisen zwischen 40 und 80 Euro für nicht angemessen. Zudem hätte die Seebühne wegen des derzeit niedrigen Wasserstandes im Wannsee bis zu 75 Meter vom Strand abrücken müssen. In dieser Entfernung hätte man neben der Pyramide Videoprojektionen abspielen müssen, um das Bild zu füllen. Das sei für eine Oper aber nicht gut.

Und die Regisseurin Katharina Thalbach fürchtete um die Qualität ihrer Inszenierung. Sie sah ihr Klang- und Lichtdesign gefährdet, wenn die Türme mit Boxen und Projektoren nicht wie geplant hätten aufgestellt werden können.

Wegen dieser Schwierigkeiten hatten Schwenkows Experten schon länger an der Alternativlösung an Land gearbeitet. Doch der Weg dorthin war steinig, seit Schwenkow mit seinem Plan zunächst im Frühjahr in Potsdam gescheitert war, wo er ebenfalls keine Genehmigung für eine Seebühne vor der Halbinsel Hermannswerder bekommen hatte. Nach langem Hin und Her hatte die Umweltbehörde vergangene Woche die Genehmigung versagt. Erst eine Elefantenrunde beim Regierenden Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit, der an dem privat finanzierten Kulturereignis hohes Interesse hat, brachte die verhärteten Fronten in Bewegung.