Bäderbetrieb

Viele Berliner Freibäder bleiben trotz Hitze zu

Mit Spitzenwerten um die 30 Grad ist es an diesem Wochenende besonders heiß. Die nötige Abkühlung wird vielen Berlinern jedoch verwehrt bleiben. Von 18 Sommerbädern sind derzeit gerade einmal sieben geöffnet.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Hochsommerliche Temperaturen dicht an der 30-Grad-Marke: In der Stadt herrscht bestes Badewetter, und viele Familien dürften sich an diesem Wochenende in den Frei- und Sommerbädern der Stadt erfrischen wollen. Aber: Bisher sind keinesfalls alle Bäder geöffnet, deshalb lohnt ein genauer Blick auf die aktuelle Berliner Bäderlandschaft.

Badende, die etwas Mut aufbringen, stürzen sich ins kühle Wasser der Strandbäder, wobei die Temperaturen der Flüsse und Seen derzeit nur bei etwa 17 Grad liegen. Fast alle von ihnen haben bereits geöffnet. Wohltemperiertes Wasser erwartet die Besucher in den 18 städtischen Sommer- und Kombibädern, von denen bisher aber nur sieben in Betrieb sind.

Klaus Lipinsky, Geschäftsführer der Berliner Bäderbetriebe (BBB), findet das nicht problematisch – zumal die Nachfrage seinen Angaben nach derzeit nicht besonders hoch ist. Viele Berliner seien über das verlängerte Wochenende verreist, argumentiert Lipinsky. „Keines unserer Bäder ist wegen Überfüllung geschlossen“. Das Kreuzberger Prinzenbad zum Beispiel sei in den vergangenen Tagen von nur 3500 Gästen besucht worden – das entspreche lediglich einer 50-prozentigen Auslastung.

Keine Mittel um Saisonkräfte einzustellen

Noch vor Beginn der Saison hatten die Bäderbetriebe angekündigt, die Frei- und Sommerbäder je nach Witterung flexibel nach und nach zu öffnen. Inzwischen verweist Geschäftsführer Lipinsky darauf, dass für ein solches Vorhaben nicht genug Personal bereitstehe. Einer der Gründe der Personalknappheit: Allein, um das Schulschwimmen zu sichern, müssten auch die meisten Hallenbäder noch bis zu den Sommerferien weiter geöffnet bleiben. „Ich kann das Personal nicht aus Hallen in die Sommerbäder abziehen. Und ich habe auch nicht die Mittel, im großen Stil Saisonkräfte einzustellen“, sagt Lipinsky.

1,6 Millionen Euro würde es nach Angaben des Bäderchefs zusätzlich kosten, die Hallenbäder und Freibäder jetzt gleichzeitig offenzuhalten. „Wegen einiger warmer Tage ist das wirtschaftlich nicht vertretbar“, ist Lipinsky überzeugt.

Bis zum 11. Juni müssen sich Badelustige noch gedulden, um wieder aus dem vollen Angebot an Sommerbädern wählen zu können. Sollte das Wetter konstant schön bleiben, würden sich die Bäderbetriebe allerdings bemühen, einzelne Bäder doch noch früher zu öffnen, verspricht Lipinsky.

Normale Einzelkarte kostet 4 Euro

Wer dieses Wochenende im Freien schwimmen will, sollte aber dennoch keine Probleme haben. In den bereits in Betrieb genommenen Sommer- und Freibädern der Berliner Bäder-Betriebe bezahlen Gäste einheitliche Preise. Eine normale Einzelkarte kostet 4 Euro, ermäßigt bezahlt der Besucher 2,50 Euro. Für Familien und größere Gruppen gibt es Sonderangebote. Die Familienkarte enthält beispielsweise den Eintritt für drei Personen, mindestens ein Kind und ein Erwachsener. Jedes weitere Kind bezahlt 1,50 Euro.

Für Gruppen gilt: 10 Personen kommen für 36 Euro ins Freibad (ermäßigt 22,50 Euro). Ein spezielles Angebot, eine Saisonkarte, bieten zwei Bäder: Für 220 Euro (Sommerbad Kreuzberg) beziehungsweise 144 Euro (Strandbad Wannsee) können Besucher die ganze Saison baden.

Die Öffnungszeiten der verschiedenen Standorte der Bäder-Betriebe unterscheiden sich je nach Zeitraum. So hat zum Beispiel das Strandbad Wannsee vom 30. April bis 26. Juni wochentags von 10 bis 19 Uhr und am Wochenende von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Vom 27. Juni bis 14. August gelten andere Zeiten: wochentags 9 bis 20 Uhr, Sa.-So. 8 bis 21 Uhr.

Und das Sommerbad Kreuzberg, das Prinzenbad, hat vom 30. Mai bis 28. August wochentags und am Wochenende zwischen 7 und 20 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen zu den einzelnen Bädern gibt es im Internet unter der Adresse www.berlinerbaederbetriebe.de.

Die Preise und Öffnungszeiten der privat betriebenen Bäder unterscheiden sich:

Freibad Friedrichshagen Preise: Erwachsene 3, 50 Euro, Kinder 2,50 Euro, Familienpass: 9 Euro, geöffnet 9-19 Uhr.

Freibad Grünau Preise: Erwachsene 3 Euro, Kinder 2,50 Euro / Kinder unter 6 Jahren 50 Cent, Schüler 1 Euro, geöffnet 10-18 Uhr.

Freibad Jungfernheide Preise: Erwachsene 4 Euro, Kinder 2,50 Euro, Familienkarte 8 Euro, geöffnet 10-20 Uhr.

Freibad Orankensee Preise: Erwachsene 4 Euro, Kinder 2 Euro, geöffnet 9-19 Uhr.

Freibad Lübars Preise: Erwachsene 4 Euro, Kinder 2,50 Euro, Familienkarte 8 Euro, geöffnet 8–19 Uhr.

Freibad Plötzensee Preise: Erwachsene 4 Euro, Kinder 2,50 Euro, Familienkarte 9 Euro (inklusive 1 Kind), geöffnet von 9 Uhr an – Open End.

Strandbad am weissen See Preise: Erwachsene 4 Euro, Kinder 2,50 Euro, Familienkarte 7 Euro, geöffnet von 9 Uhr an – Open End.

Freibad Wendenschloss Preise: Erwachsene 3 Euro, Kinder 2,50 Euro, Schüler 1 Euro, Kinder unter 6 Jahren 0,50 Cent, geöffnet 9–20 Uhr.