Messerattacken

Unbekannter ersticht Berliner auf der Straße

Vermutlich ein Streit aus Eifersucht endete am Wochenende für einen 29 Jahre alten Berliner tödlich. In Neukölln wurde das Opfer eines Raubes durch Messerstiche verletzt.

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Ein Messerangriff mit tödlichen Folgen beschäftigt derzeit die 1. Mordkommission: Ein 29-Jähriger wurde am späten Sonnabend in Charlottenburg von einem bislang unbekannten Täter erstochen. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen war das spätere Opfer von dem Täter gegen 23.45 Uhr auf dem Gehweg des Popitzweg zunächst verbal attackiert und dann mit dem Messer angegriffen worden. Die Verletzungen waren so schwer, dass der junge Mann noch am Tatort starb. Eine Sofortfahndung der von Zeugen alarmierten Polizei blieb erfolglos. Nach Informationen der Berliner Morgenpost könnte es sich um Streitigkeiten unter Menschen russischer Abstammung handeln. „Wir vermuten, dass es um Eifersucht ging. Das Opfer soll sich für eine Frau interessiert haben, was dem Messerstecher offenbar nicht gefallen hat“, so ein Kriminalbeamter. Die genauen Hintergründe seien noch unklar, Hinweise nehmen die 1. Mordkommission unter Tel. (030) 4664–911101 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Auch in Neukölln wurde ein Mann durch Messerstiche verletzt. Der 23-Jährige war am Sonntagfrüh gegen 1 Uhr auf dem Gehweg der Sonnenallee unterwegs, als er in Höhe des Dammweg von zwei Unbekannten angesprochen und nach Zigaretten gefragt wurde. Als er seine Schachtel herausholen wollte, wurde ihm diese von den Tätern entrissen. Der Mann setzte danach seinen Weg fort, traf allerdings an der Sonnenallee Ecke Krebsgang erneut auf die beiden Unbekannten, die nun die Herausgabe seines Geldes verlangten. Als er ihnen sagte, dass er kein Portemonnaie bei sich habe, schlug ihm einer der beiden sofort mit der Faust ins Gesicht. Nachdem das Opfer zu Boden gegangen war, drückten ihn die Räuber weiter auf den Gehweg, durchsuchten ihn und nahmen seine Geldbörse an sich. Danach flüchteten die Räuber mit ihrer Beute zum Bahnhof Köllnische Heide.

Der Überfallene suchte den Polizeiabschnitt 54 auf und erstattete Anzeige gegen die unbekannten Täter. Dann stellte er fest, dass er zwei Messerstiche in den Rücken erhalten hatte. Die Feuerwehr brachte den Mann daraufhin ins Krankenhaus. Die Kriminalpolizei der Direktion 5 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Auch in diesem Fall werden Zeugen gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Nach Angaben eines Ermittlers belegen diese beiden Fälle erneut, wie oft auf Berlins Straßen Waffen verwendet werden, um Menschen zu überfallen und zu verletzten. „Früher wurden die Opfer schlicht ausgeraubt, heute schlagen und stechen die Täter auch noch auf sie ein. Das ist beängstigend“, sagte der Ermittler.