Finanzkrise

BMW beendet Kurzarbeit in Spandau

Das Krisenjahr 2009 endet für die Belegschaft des Spandauer BMW-Werks versöhnlich. Der bayerische Fahrzeugbauer hatte im Mai wegen Auftragsflaute Kurzarbeit für sein weltweit einziges Motorradwerk angemeldet. Jetzt kehren die Mitarbeiter früher als geplant zur regulären Beschäftigung zurück.

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In der Motorradfabrik wird vom 1. Dezember an die Kurzarbeit aufgehoben – und damit einen Monat früher als geplant. „Dann wird wieder regulär gearbeitet“, sagte Werkssprecherin Dörte Einicke der Morgenpost. Zwar liege der Absatz der Zweiräder noch immer deutlich unter Vorjahresniveau, allerdings deute sich eine Entspannung an.

Der bayerische Fahrzeugbauer hatte im Mai wegen Auftragsflaute Kurzarbeit für sein weltweit einziges Motorradwerk angemeldet. Dort, im Bezirk Spandau, sind rund 1800 Leute beschäftigt. Dazu kommen 200 Mitarbeiter, die Bremsscheiben für BMW-Autos herstellen. Für letztere wurde die Kurzarbeit bereits im Frühjahr dieses Jahres beendet.

Die Wirtschaftskrise hat den Motorradfahrern deutlich die Kauflaune verdorben. In den ersten zehn Monaten des Jahres habe der Absatz rund 13 Prozent niedriger gelegen als im Vergleichszeitraum 2008, sagte die Sprecherin. Vor allem das Frühjahr lief schlecht. Für Motorradbauer ist es die wichtigste Jahreszeit. Dann entscheiden sich die meisten Zweiradfans für den Kauf einer neuen Maschine. In diesem Frühjahr sackten die Absatzzahlen im Jahresvergleich um 18 Prozent ab. 2008 wurden mehr als 100.000 in Spandau gefertigte Motorräder weltweit verkauft.

BMW hat für die kommenden Jahre einen harten Sparkurs ausgerufen. Bis 2012 sollen konzernweit 200 Millionen Euro in Verwaltung und Vertrieb gespart werden. Allerdings hat der Autokonzern die Kurzarbeit nun in allen deutschen Werken aufgehoben. Zeitweise mussten insgesamt 26.000 Werksangehörige in diesem Jahr kürzer treten.