Rohrbruch

500.000 Liter Wasser fluten Berliner Wohngebiet

Bei einem Wasserrohrbruch in Berlin-Marzahn sind eine Siedlung mit Einfamilienhäusern und ein Gewerbegebiet überflutet worden. Die Wassermassen flossen von dem Leck an der Rudolf-Leonhard-Straße in eine Senke, wo sich ein rund 30.000 Quadratmeter großer See bildete.

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Bei einem Wasserrohrbruch in Berlin-Marzahn sind eine Siedlung mit Einfamilienhäusern und ein Gewerbegebiet überflutet worden. Die Wassermassen flossen von dem Leck an der Rudolf-Leonhard-Straße in eine Senke, wo sich ein rund 30.000 Quadratmeter großer See bildete.

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Nach einem Wasserrohrbruch in Berlin-Marzahn am Mittwochmorgen sind mehrere Grundstücke überschwemmt worden. An der Rudolf-Leonhard-Straße sei ein Rohr geborsten, teilte die Feuerwehr mit. Nach Angaben der Feuerwehr ergossen sich 500.000 Liter Frischwasser auf eine Fläche von 30.000 Quadratmetern, das entspricht etwa vier Fußballfeldern. Die Wassermassen flossen von dem Leck auch in eine Baugrube Am Grohsteig, in der bereits Fundamente gelegt worden waren. Es bildete sich ein rund 30.000 Quadratmeter großer See.

Von der Überschwemmung waren fünf Einfamilienhäuser und ein Wohn- und Geschäftsgebäude betroffen. Die Häuser waren ohne Strom und standen laut Augenzeugenberichten zum Teil kniehoch unter Wasser. „Das Wasser stand teilweise bis zu einem halben Meter hoch“, sagte Jens-Peter Wilke, Sprecher der Feuerwehr. Erst gegen 14 Uhr hatten die Wasserwerke das Wasser abstellen können.

Einem Sprecher der Wasserbetriebe zufolge hatte gegen 11.20 Uhr offenbar eine Baufirma mit einem Bagger eine 30 Zentimeter starke Trinkwasserleitung aus Beton beschädigt und die Feuerwehr alarmiert.

Nach Angaben von Betroffenen hatte es in dem Gebiet bereits im August einen Wasserrohrbruch gegeben. So stand das Fitness-Studio in der Rudolf-Leonhard-Straße 10 nun bereits das zweite Mal unter Wasser. Am Montag waren gerade erst die Trockengeräte nach dem ersten Rohrbruch am 4. August abgebaut worden, wie Inhaberin Roswitha Scharmann sagte. „Am 10. Oktober wollten wir wieder eröffnen“, fügte sie hinzu. Dieses Mal sei der Schaden aber noch weitaus höher. Das 400 Quadratmeter große Studio stehe 40 Zentimeter hoch unter Wasser. Das Wasser sei durch die geschlossenen Fenster und Türen hineingelaufen. Es habe etwa zwei Stunden gedauert, bis es abgestellt worden sei. Verletzt wurde niemand.

Für die Mitarbeiter der Wasserbetriebe sei es schwierig, die unter Wasser liegenden Ventile zu finden, um den weiteren Zufluss zu stoppen, erklärte der Sprecher. Rund 50 Feuerwehrleute sind im Einsatz, der sich noch bis in die Abendstunden hinziehen wird.

Auch drei Löschfahrzeuge sind vor Ort. Die Einsatzkräfte pumpen das Wasser mit sogenanten Lenzpumpen ab, die bis zu 5000 Liter Wasser pro Minute ableiten können. Experten befürchten nun, dass es für die Hausbesitzer Probleme geben könnte, wenn der erste Bodenfrost kommt.