Urteil

Axel-Springer-Straße darf ausgebaut werden

Die Axel-Springer-Straße kann wie geplant ausgebaut und bis zur Leipziger Straße verlängert werden. Das Berliner Verwaltungsgericht hat eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für das Bauvorhaben abgewiesen.

Die Axel-Springer-Straße zwischen Mitte und Kreuzberg soll bis zur Leipziger Straße verlängert werden. Das Berliner Verwaltungsgericht hat am Montag eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für das Bauvorhaben abgewiesen. Mit dem Ausbau der Straße werde eine Verbindung zwischen den beiden Bezirken wiederhergestellt, die durch die Teilung der Stadt unterbrochen worden war, so die erste Kammer des Gerichts. Das Vorhaben sei geboten, weil die Umgebung der Friedrichstraße und der Leipziger Straße entlastet würden.

Der Bund für Umwelt und Natur Berlin (BUND) und ein Wohnungseigentümer hatten die Klage erhoben, weil sie eine starke Belastung der Anwohner durch Lärm und Luftschadstoffe fürchten.

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Die schriftliche Begründung des Gerichts sei für März angekündigt, sagte Rechtsanwalt Karsten Sommer, der die Kläger vertritt. Dann habe man einen Monat Zeit, die Entscheidung zu prüfen und in Berufung zu gehen. Dies werde das Vorhaben jedoch nicht verzögern, sagte Mathias Gille, Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. „Wir beginnen Anfang März mit dem Bau.“ Die Straße werde mit zwei Spuren pro Fahrtrichtung auf einer Länge von 300 Metern ausgebaut. Die Senatsverwaltung hatte sich im Laufe des Gerichtsverfahrens bereit erklärt, sogenannten Flüsterasphalt für den Straßenbau zu verwenden, der den Verkehrslärm mindert. Dieses Zugeständnis ist im Planfeststellungsbeschluss festgehalten worden. BUND-Verkehrsreferent Martin Schlegel kritisierte, der vierspurige Ausbau der Straße werde mehr Verkehr in die Innenstadt ziehen.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.