Immobilien

Investoren kündigen neue Luxus-Bauprojekte an

Luxuswohnungen am Schiffbauerdamm, Appartments für 3300 Euro pro Quadratmeter am Köllnischen Park, Service-Wohnen an der Chausseestraße. Das sind nur einige der Immobilienprojekte des Kölner Unternehmens Vivacon. 200 Millionen Euro will die Gesellschaft in Berlin verbauen und das Stadtbild so mitgestalten.

Berlins große Bauherren setzen auf den Verkaufsfaktor Luxus. Denn der ist in der deutschen Hauptstadt, verglichen mit London, Paris und Rom, zu günstigen Preisen zu bekommen. Das sorgt, unbeeindruckt von der weltweiten Immobilien-Krise, für immer neue Projekte, die sich mit ihrem Angebot an eine wohlhabende internationale Käuferschicht richten. Die Kölner Vivacon AG gehört zu den Unternehmen, die am konsequentesten auf diese Klientel setzen. Nun lud der Immobilienentwickler zur Besichtigungstour seiner aktuellen Bauvorhaben ein.

Gleich mit fünf Projekten ist Vivacon in Berlin vertreten, investiert aktuell mehr als 200 Millionen Euro in teure Objekte und solche, die zwar etwas bescheidener gehalten sind, den Berliner Normalverdiener aber immer noch staunen lassen. Sein absolutes Premium-Projekt entwickelt das Unternehmen am Schiffbauer Damm gleich neben dem Bertolt-Brecht-Platz. 100 Wohnungen entstehen mit einer Gesamtwohnfläche von 13.200 Quadratmeter. „Luxus definiert sich aus den Faktoren Lage und Design“, sagt Vivacon-Chef Michael Ries.

Und das hat seinen Preis: Für die Maisonettewohnungen, Appartements und Penthouses beträgt der Quadratmeterpreis um die 6000 Euro. Dafür erwartet den Käufer ein Interieur, das Star-Designer Philippe Starck gestaltet hat. Ein Spa- und Wellnessbereich, Concierge und Tiefgarage gehören selbstverständlich dazu. Wie allerdings die Fassade des Gebäudes einmal aussehen wird, ist trotz des geplanten Baubeginns im Oktober noch offen. Die Stadt hatte sich eine Sandsteinfassade gewünscht, der Bauherr hätte lieber eine moderne Fassade aus Aluminium und Glas. Nun präsentierte die Vivacon die geänderten Pläne erstmals der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. „Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen“, so Ries. 77 Millionen Euro fließen in das Projekt.

65 Millionen werden in ehemalige AOK-Filiale investiert

Kostengünstiger ist da das größte Vorhaben in Berlin, das Luisen-Karree direkt am Köllnischen Park mit Blick auf den Bärenzwinger in Mitte. Für 95 Millionen Euro entstehen auf dem 12.000 Quadratmeter großen Areal 375 Wohnungen. In den Umbau der ehemaligen AOK-Zentrale, einen denkmalgeschützten Backsteinbau, sollen dabei 65 Millionen Euro fließen, in die angegliederten Neubauten rund 30 Millionen Euro. „Baubeginn ist voraussichtlich das erste Quartal 2009“, so Ries. Auch das Wohnen im aufwendig sanierten Denkmal hat seinen Preis: Mit 3300 Euro pro Quadratmeter gehört es zwar nicht mehr in die Luxus-Kategorie, aber immer noch in den gehobenen Bereich.

Am Karlsbad hat die Kölner Vivacon AG nach neunmonatiger Bauzeit in diesem Frühjahr bereits das Richtfest für einen Penthouse-Aufbau und den angegliederten Neubau an dem denkmalgeschützten Gebäudekomplex gegenüber dem Potsdamer Platz gefeiert. Die 108 Eigentumswohnungen, die in Kürze fertiggestellt sein sollen, sind bereits alle verkauft.

Nicht an den Immobiliennutzer, sondern an den Geldanleger richtet sich ein weiteres Gebäude, mit dessen Bau im kommenden Monat begonnen wird. 200 Meter entfernt von der künftigen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes an der Chausseestraße entsteht ein Haus mit 60 Apartments zwischen 36 und 65 Quadratmetern. Das Besondere: „Wir werden hier erstmals in Deutschland Service-Wohnen für Manager realisieren“, so Vertriebsvorstand Michael Ries. Investitionsvolumen: 20 Millionen Euro.

Außerhalb der Innenstadt setzt das Unternehmen vor allem auf den künftigen Großflughafen BBI in Schönefeld und den nahe gelegenen Technologiepark Adlershof. „Im Umfeld des Flughafens entstehen 40.000 Arbeitsplätze“, sagt Ries. Und die Beschäftigten müssten ja irgendwo wohnen. Deshalb entwickelt es die „Britzer Parkvillen“, die im Jugendstilambiente des ehemaligen Krankenhauses an der Blaschkoallee entstehen. In den neun Villen entstehen 78 Wohnungen. Kaufpreis: 2350 Euro pro Quadratmeter.

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