Ungewöhnliche Museen

Unerhörte Dinge und Geister im Untergrund

Berlin ist mit seinen über 170 Museen auch Museumshauptstadt. Neben Pergamonaltar und Nofretete - und jetzt der Currywurst - gibt es noch eine Vielzahl äußerst ungewöhnlicher Museen.

Im Museum der Dinge an der Oranienstraße 25 in Kreuzberg wird ein USB-Stick gezeigt, der die Form eines abgehackten Fingers hat, oder ein niedlicher Hase mit durchlöchertem Kopf. Es handelt sich um einen Salzstreuer. Die aktuelle Ausstellung "Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks" enthält noch viel mehr von solchen Dingen. www.museumderdinge.de

Nicht zu verwechseln übrigens mit dem Museum der Unerhörten Dinge an der Crellestraße 5-6 in Schöneberg. Das enthält eine Sammlung von Gegenständen, deren Verwendungszweck jedoch in 100 Prozent der Fälle ausgedacht wurde. Die unerschöpfliche Kreativität des Hausherrn Roland Albrecht schafft es zum Beispiel, einem Stück Stoff durch eine dramatische Geschichte um einen Jäger aus dem 17. Jahrhundert eine eigene Bedeutung zu verleihen. Mehr Informationen gibt es unter www.museumderunerhoertendinge.de

Das Hanf-Museum am Mühlendamm 5 in Mitte bietet auf über 250 Quadratmetern alles über Verwendungszwecke der Cannabis-Pflanze: als Dämm- und Isolierstoff, zur Fasergewinnung und Textilherstellung, für die Zellulosenutzung und Papierproduktion, Samennutzung - und schließlich die medizinischen Möglichkeiten. Mehr Infos im Internet: www.hanfmuseum.de

Hinter einer mysteriösen grünen Tür im U-Bahnhof Gesundbrunnen verbergen sich geschichtsträchtige Räume: Das Berliner Unterwelten-Museum . Es vermittelt sehr authentisch, wie es im Zweiten Weltkrieg gewesen sein muss, im Dunklen auszuharren und zu warten, bis das Dröhnen der Bomber am Himmel nachließ. Gezeigt werden zudem Funde aus Bunkern des ehemaligen Regierungsviertels sowie Kriegsschrott und Bodenfunde: www.berliner-unterwelten.de

Das Berliner Bunkermuseum an der Schöneberger Straße 23 a in Kreuzberg ist gleichzeitig ein Gruselkabinett. Der Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg bietet die perfekte Atmosphäre für ungewöhnliche Geisterbegegnungen. Kurios: In der Ausstellung geistert das einzige hauptberufliche Gespenst Deutschlands herum: www.gruselkabinett-berlin.de

Das wohl ungewöhnlichste Museum liegt in Berlin und doch nicht in Berlin. Es ist das Computerspielmuseum Berlin . Es verlor im Jahr 2000 seine Räumlichkeiten. Dort wurde unter anderem das Ur-Computerspiel "Pong" ausgestellt - und zwar so, dass man damit spielen konnte. Aktuell gibt es das Museum aber nur noch virtuell im Internet: www.computerspielmuseum.de

Ein Museum, das es noch nicht gibt, ist das Buchstabenmuseum . Es soll Neon-Buchstaben im Wandel der Zeit ausstellen, teilweise sind sie zwei Meter hoch. Derzeit gibt es nur ein Depot in der Nähe des Spittelmarktes. Und eine Internetseite: www.buchstabenmuseum.de