Auszeichnung

Buschkowsky als bester Redner geehrt

Der streitbare Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky erhielt am Abend in Berlin den Redner- und Dialogpreis in der Kategorie des besten politischen Redners. Der kantige Sozialdemokrat schlug in den Augen der Jury aus Wissenschaftlern, Journalisten und PR-Profis bekannte Bundespolitiker aus dem Feld.

Foto: M. Lengemann / Lengemann

Seine Vorgänger gehören zu den Größten der Bundespolitik. Bundestagspräsident Norbert Lammert und SPD-Chef Franz Müntefering haben in den beiden vergangenen Jahren den Redner- und Dialogpreis in der Kategorie des besten politischen Redners gewonnen. Am Mittwochabend wurde der Preis 2008 an Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky im Foyer der Deutschen Bank verliehen. Die deutsch-türkische Anwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates hielt die Laudatio.

Der kantige Sozialdemokrat, der für seine pointierten Ansichten zur Integrationspolitik bundesweit bekannt ist, schlug in den Augen der Jury aus Wissenschaftlern, Journalisten und PR-Profis die ebenfalls nominierte Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Hessens Ministerpräsidenten Roland Koch (beide CDU) aus dem Feld. Die Juroren lobten Buschkowsky als „angenehmen und zugleich herausfordernden Redner“. Er habe etwas zu sagen und wolle eine Botschaft vermitteln, dabei sei er authentisch und somit fast ein Gegenentwurf zum vorherrschenden Typus des politischen Redners. Er sei stets nah beim Menschen, formuliere manchmal zugespitzt, aber immer mit Problemlösungen im Blick. Billige Effekte und Populismus lägen ihm fern. Vor Meinungen, die in Teilen der Bevölkerung unpopulär seien, habe er keine Angst. Er wolle überzeugen, statt zu überreden, wirke nicht arrogant.

Der Rednerpreis wird seit 2006 von der privaten Denkfabrik Berlinpolis und der Initiative ProDialog verliehen. Der Preis für die beste politische Rede 2008 ging an Norbert Röttgen, den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.