Winter-Tipps

Zwischen Dorfidyll und Großstadtgetümmel

Zugegeben, bei Sonne ist es am schönsten. Doch gerade, wenn diesige Sicht die Stimmung trübt, kann ein Marsch durch den Schnee die Laune wieder aufhellen.

Spaziergang

Wer es ruhig mag, ist mit einem Spaziergang rund um die alte Dorfkirche samt Teich in Lichtenrade bestens gestellt. Der Giebelpfuhl ist Berlins größter Dorfteich, Zweige ragen ins Wasser. Wie auf einer Postkarte lugt der Kirchturm hinter den Bäumen hervor - wegen deren Höhe ist er im Winter am besten zu sehen. Die Geschichte der Kirche reicht bis ins letzte Drittel des 13. Jahrhunderts zurück. Wer sich aufwärmen möchte, spaziert gen Süden zur Bäckerei Obergfell (Alt-Lichtenrade 83, Tel. 74 584 48; tgl. 11 bis 24 Uhr, Sa./So. ab 10 Uhr, montags geschlossen) oder gen Norden zum "Familienrestaurant Reisel" (Alt-Lichtenrade 140, Tel. 744 50 91, täglich 7 bis 18.30 Uhr). Beide Wege führen an kleinen Bauernhäusern aus dem 19. Jahrhundert vorbei.

Rund um den Grunewaldsee lockt der verschneite Winterwald. Kalte Füße werden im Restaurant "Chalet Suisse" (Im Jagen 5, tgl. ab 12 Uhr, 21.30 Uhr Küchenschluss) am Kaminfeuer wieder warm. Dazu gibt es Schweizer Käsefondue, Raclette mit Bündnerfleisch oder auch Wildspezialitäten. Eigens für die kalte Jahreszeit hat das Restaurant außerdem vier spezielle Wintermenüs kreiert. Bei sonnigem Winterwetter wird an den Wochenenden draußen im Biergarten Glühwein ausgeschenkt.

Die Marienhöhe in Tempelhof bietet gleich alles auf einmal: Berg und Park, Spielplatz und Café. Wer es städtischer mag, spaziert um das Engelbecken in Mitte. Der "Hohlweg" führt bis zur Oranienstraße. Heißgetränke im "Café am Engelbecken" (Michaelkirchplatz, tgl. 10 bis 24 Uhr, Küche bis 22 Uhr) wärmen von innen wieder auf.

Führung

Eine Motivation für den Nachwuchs, sich einem Familien-Stadtspaziergang anzuschließen, können kinderfreundliche Touren sein. Die Stadtführung "Emils neue Detektive" von Stattreisen Berlin lässt Kinder ab acht Jahren in die Fußstapfen der berühmten Romanfiguren treten. Dazu gibt es eine Menge Infos zur Stadt und ihrer Veränderung seit der Zeit Erich Kästners (22. Februar, 14 Uhr, Treff: Empfangshalle im Bahnhof Zoo an der Treppe unter der Anzeigentafel). Eher für Erwachsene gedacht ist die Tour "Weltstadt Kreuzberg" durch das Multikulti-Berlin zwischen Synagoge, Moschee und Kirche (21. Februar, Treff: U-Bhf. Kottbusser Tor/ Ecke Admiralstraße.

Eisbahnen

Sportlich geht es auf den Eislaufbahnen zu. Wem es auf Kufen zu rutschig ist, der kann auch zum Eisstock greifen. Das Eiscurling wird auf Straßenschuh-Sohlen gespielt. Bahnen samt Ausrüstung können auf der Eisbahn Spandau (Hohenzollernring 64, Tel. 23 63 38 33) gebucht werden. Auf der Eisbahn Lankwitz (Leonorenstraße 37, Tel. 77 32 89 05) sowie im Eisstadion Neukölln (Oderstraße182, Tel. 64 32 74 99) spielt man unter freiem Himmel. Ebenfalls im Freien, dafür auf griffigem Untergrund wird im Holiday Inn Berlin-Schönefeld Airport auf die Daube gezielt (Hans-Grade-Allee 5, Tel. 634 010). Das Horst-Dohm-Eisstadion (Fritz-Wildung-Straße 9, Tel. 89 73 27 34) hat zwar keine Curling-Bahn, dafür sollten sich Besucher am Sonntag zwischen 13.30 und 18 Uhr originell anziehen. Beim "Fasching auf dem Eis" haben kostümierte Kinder (bis 15) freien Eintritt.