Biss-Attacken

Berliner Hunde beißen seltener

Berlin hat die gefährlichen Hunde seit 2000 an die Leine genommen und die Zahl der Attacken ist mit der letzten Hundeverordnung tatsächlich zurückgegangen – um mehr als die Hälfte. Kampfhunde sind dabei nur für rund fünf Prozent der Attacken verantwortlich. Am meisten schnappen Schäferhunde zu.

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Die Zahl der Attacken auf Menschen ist im Vorjahr um mehr die Hälfte gegenüber 1999 zurückgegangen. Dies teilte die Gesundheits-Senatsverwaltung mit. Laut Statistik wurden 2007 demnach 859 Menschen von Hunden angesprungen oder verletzt. 1999, im Jahr vor der 2000 eingeführten Hundeverordnung, habe die Zahl der Angriffe von Kampfhunden bei 1816 gelegen. „Die neuen Regelungen haben dazu beigetragen, dass Berlin sicherer geworden ist“, sagte Sprecherin Regina Kneiding. Der Umgang mit den Tieren habe sich geändert. „Es wird jetzt mehr Rücksicht genommen.“

Die Hundeverordnung wurde in ein Gesetz überführt, nach dem als gefährlich eingestuften Hunde nur mit Leine und Maulkorb in die Öffentlichkeit dürfen. Zudem müssen die Halter ihr Tier versichern und kennzeichnen. Ansonsten drohen hohe Bußgelder. In der Hauptstadt sind nach Angaben der Sprecherin rund 105.000 Hunde angemeldet, davon etwa 6.800 sogenannte Kampfhunde wie Pitbull, Bullterrier, Tosa Inu und American Staffordshire Terrier.

Von 2000 bis 2006 gingen die Hundeattacken von Jahr zu Jahr deutlich zurück. 2006 verzeichnete die Statistik als niedrigsten Wert 839 Angriffe auf Menschen, im Vorjahr waren es dann 20 mehr.

Kampfhunde waren 2007 für 43 Attacken verantwortlich. Dabei gingen 23 Angriffe auf das Konto von American Staffordshire Terriern. Doch weit häufiger traten Schäferhunde in Erscheinung: Sie schnappten oder bissen 148 Mal zu. Zudem suchten sich 230 Mischlingshunde ein Opfer. Nach Einschätzung der Grünen sind oft Kinder von Hundebesitzern betroffen.