„Prince Charles“ ist der Name eines beliebten Clubs an der Prinzenstraße in Kreuzberg. Nun gibt es nebenan ein Restaurant das nach dem früheren Namen seiner Gattin benannt wurde. Das „Parker Bowles“ ist eine Kombination aus einem Deli und einem Restaurant mit offener Küche. Und es macht nicht nur Kreuzberg, sondern die ganze Stadt um ein kulinarisches Highlight reicher.

Das Design des in Schwarz gehaltenen Restaurants ist modern und urban: Die Räume sind hoch geschnitten, die Fenster reichen bis zum Boden und lassen sich komplett öffnen. Dazu kommen eine perfekte Beleuchtung und interessante Details wie ein hohes Weinregal aus festem Draht. Es gibt Frühstück, Lunch und Dinner, ab 23 Uhr werden Cocktails und Kleinigkeiten von der Barfood-Karte serviert. Bereits das Lesen der Karte macht Spaß, denn sie listet durchweg kreative und ausgefallene Gerichte auf. Alle Speisen gibt es auch in kleinen Portionen.

Zunächst kommt hausgebackenes Oliven- und Leinsamenbrot mit Tomatenpesto-Dip sowie ein Schälchen Olivenöl, Balsamico und Meersalz auf den Tisch. Der Gruß aus der Küche ist ein Gemüse-Curry, das optisch und geschmacklich ein Gedicht ist. Auch beim „German Umami“, dem Schweinebauch mit Kruste, Sucuk, Udon-Nudeln, Koriander und Safranschaum (kleine Portion 4,50 Euro, groß 19,50 Euro) merkt man, dass die Küchenjungs richtig gut kochen können.

Ebenfalls rundum gelungen ist das vegane „Schnitzel Parker Art“ – ein panierter Austernpilz mit Polenta-Fritten, Gurken-Ingwer-Salat und Mango-Sesam-Chutney. Der Service ist kompetent und entspannt, der gut gelaunte Sommelier versteht sein Metier. Profis in entspannten Szene-Restaurants – auch das ist das neue Berlin.

bli