Was immer die Berliner von Zugewanderten aus dem südlichen Deutschland halten mögen, ihre Speisen sind hier durchaus willkommen. Anders lässt es sich nicht erklären, dass bei der kulinarischen Versorgung in Szene-Kiezen zunehmend auf Käsespätzle, Flädlesuppe, Knöpfle oder Brot aus der „Hofpfisterei“ gesetzt wird.

Oder eben auf typisch schwäbische Maultaschen. Auf deren Zubereitung hat sich die Betreiberin des Café Ribo an der malerischen Ackerstraße spezialisiert. Das Lokal ist typisch für die Gegend: Einst flohen Familienväter aus der Enge ihrer überfüllten Mietskasernen, um sich in den Kneipen der Straße mit Kümmel und Bier zu betäuben. Heute sind die Mieten in den farbenfroh renovierten Altbauten hoch. Viele Restaurants im Kiez servieren ihren Gästen jetzt regionale Küche. Das Ambiente ist dabei in vielen Fällen eher rustikal als durchgestylt.

Das Café Ribo bietet perfekt zubereitete Hausmannskost. Die Portion von zwei Maultaschen mit karamellisierten Zwiebeln und Salat (8,20 Euro) ist ein leckeres Mittagsmahl: Der Salat ist knackfrisch, die Vinaigrette gekonnt angemacht, die Maultaschen als Spezialität des Hauses schmecken exquisit. Für den kleinen Hunger reicht eine der gefüllten Nudeltaschen mit Beilage (5,20 Euro) vollkommen aus. Probieren sollte man auch die Maultaschen in Brühe. Am besten fragt man schon vorher, ob sie gut durchgezogen sind. Frisch zubereitet sind sie noch nicht auf ihrem geschmacklichen Höhepunkt.

Eine weitere Spezialität des Hauses sind Flammkuchen, von denen Varianten mit Speck und Zwiebeln oder Blauschimmelkäse angeboten werden. Wer vormittags kommt, kann in dem kleinen Restaurant frühstücken.

Café Ribo Ackerstraße 157, Mitte, Tel. 0176 62 04 23 69, Mo. bis Fr. 9 bis 18 Uhr, Sbd. 10 bis 18 Uhr

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