Das District Môt präsentiert die quirlige Lebendigkeit fernöstlicher Städte und zeigt mit seinen „Street Food“-Gerichten, wie man sich auf Vietnams Straßenmärkten verköstigt. An diesem Abend sind die Tische mit den Plastikhockern auf dem Bürgersteig voll besetzt. Ein dreirädriges Warentransport-Fahrrad steht dekorativ vor dem Eingang, die Holztische innen sind farbig gebeizt, in einer Ecke hängen Gewürzbeutelchen und auf der Damentoilette reihen sich Tiger Bier-Flaschen als Deko aneinander.
Apropos Tiger Bier. Das stammt zwar aus Singapur, ist aber heute die größte Biermarke Asiens. Im District Môt wird es auch als Fassbier offeriert, sogar Champagner steht auf der Karte. Junge Burschen in schwarzen Shirts und Firmenlogo flitzen umher, versorgen neue Gäste schnell mit Speise- und Getränkekarte; hölzerne Stäbchen und Servietten stehen bereits auf den Tischen.
Keine Geschmacksverstärker, kein Glutamat, dafür informiert die Karte auf der ersten Seite, dass Reservierungen nur ab acht Personen und EC-Kartenzahlungen erst ab 10 Euro möglich sind – Street-Food-Küche bedeutet eben auch schneller Genuss, schnelles Geld, schneller Abmarsch. Die Preise sind moderat: 4,50 Euro für den grünen Papayasalat mit getrockneten Shrimps und Tofu oder Schweineohr.
Letzteres fällt in die Rubrik „probieren: ja – noch mal bestellen: nein“. Hinter dem Mì Xào Giòn steckt kurz gebratenes Rindfleisch mit Wassersellerie, Koriander, Erdnüssen und knusprigen Eiernudeln, serviert in einer Blechpfanne. Die Portion ist üppig, für 8,40 Euro. Für Neulinge der Küche ist dieses Street Food sicherlich spannender als für Asien-Kenner, doch in der Gesamtsumme macht der Laden auf seine Art Spaß.
District Môt Kleine Rosenthaler Straße 62, Mitte, Mo.–Do. & So. 12–24 Uhr, Fr. & Sbd. 12–2 Uhr, Tel. 20 08 92 84, www.districtmot.com
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