Doppelte Fehllieferung an einem Tag
„Mich ärgerte der Paketdienst UPS. Ich hatte für meinen Freund edles Kobe-Steak zu Weihnachten bestellt, tiefgefroren, Lieferung zwischen 8 und 12 Uhr. Um 12.30 Uhr erfahre ich im Internet: Das Paket ist abgegeben, bei einem Herrn Bommel. Aha. UPS anrufen, Warteschleife, Callcenter. Herr Bommel ist Mitarbeiter bei einem Supermarkt, höre ich. Fehllieferung. Ob ich das Paket dort abholen könne? Nein, ich muss zur Arbeit, wir vereinbaren eine Lieferung ins Büro. Aber schnell, das Fleisch darf nicht auftauen. 17 Uhr. Nichts. UPS-Hotline anrufen. Paket wurde längst abgegeben, heißt es, bei Herrn Pache. Kenne ich nicht, finde ich nicht. 18Uhr, Hotline. Große Überraschung: Fehllieferung. Das Paket ist bei meinem Nachbarn zu Hause. Weil ich ja arbeite, muss mein Freund es abholen. Und ich benötige jetzt ein neues Weihnachtsgeschenk.“ Nina Paulsen
Anstellen, bevor die Filiale öffnet
„Jedes Jahr zu Weihnachten verschicke ich viele Pakete – und weiß aus Erfahrung, wie es ist, viele, viele Minuten in der Schlange zu stehen. In diesem Jahr war ich ein bisschen klüger. Am Sonnabend vor dem 3. Advent stand ich schon um 9.50 Uhr, beladen mit vier großen Paketen, drei in Tüten, vor dem Eingang der Post-Filiale in den Schönhauser Allee Arcaden. Vor mir zwölf Menschen. Als die Filiale um zehn Uhr öffnete, waren drei von sehr viel mehr Schaltern besetzt. Aber alles ging gut: Um 10.15 Uhr war ich fertig, die Schlange reichte inzwischen durch die Post-Filiale hinaus bis weit hinter die Rolltreppe. Die Wartezeit betrug zu dem Zeitpunkt wohl mindestens 40 Minuten.“ Christine Richter
Wenn die Schlange bis auf die Straße reicht
„Ich kann ja verstehen, dass man als Post-Kunde auch selbst im dicksten persönlichen Weihnachtsversandgeschäft noch eine Frage an die Schalterbeamtin hat. Aber wenn daraus eine sich hinziehende offenkundige Fachberatung samt sichtbarem Ausfüllen mehrerer Formulare und die Warteschlange dabei von Minute zu Minute länger wird, bis ihr Ende auf die Hermsdorfer Heinsestraße hinausreicht, dann ist das für mich ein Fall von ungeheurer Rücksichtslosigkeit, zumal auch der Nebenschalter von einer anderen Dame dauerbesetzt war. Ob ihrer Geduld habe ich die beiden Post-Beamtinnen bewundert. Ich selbst habe, bevor es meinerseits zu einem emotionalen Ausbruch kam, nach mehr als 20-minütiger Wartezeit die Post unverrichteter Dinge verlassen. ‚Fasse dich kurz‘, stand einst an den Telefonzellen der Post. Meine Bitte und Hoffnung zugleich, dass diese Aufforderung gerade zu Weihnachten in der Post von uns Kunden erhört werden möge.“ Jochim Stoltenberg



