Allygator Shuttle

Neuer Fahrservice will Nahverkehr in Berlin revolutionieren

Berlin hat ein neues Verkehrsmittel. Bei Allygator Shuttle teilen sich Fahrgäste mit anderen Passagieren die Fahrt in einem Kleinbus.

Per App von Tür zu Tür

Per App von Tür zu Tür

Foto: allygator shuttle

"Günstig wie ein Bus - Bequem wie eine Limousine" - Unter diesem Motto will ein Berliner Start-up den Fahrdienstmarkt aufmischen. Bei "Allygator Shuttle" teilen sich die Passagiere ihre Fahrt im Kleinbus mit anderen Fahrgästen, die eine ähnliche Route haben. Ein Algorithmus berechnet den idealen Weg, der alle Mitfahrer schnell zu ihren Zielen bringt.

Die Pilotphase ist am 5. August in Berlin gestartet. Zunächst ist der Fahrservice nur freitags und samstags von 18 Uhr abends bis 2 Uhr morgens verfügbar. Zurzeit wird der Service von einer begrenzten Anzahl von Nutzern mit „Einladungscode“ getestet. Wann der Service allen Nutzern zur Verfügung steht, stimmt das Unternehmen derzeit mit der Berliner Senatsverwaltung ab. Während der Pilotphase kostet der Kilometer 10 Cent.

Berlin als Startpunkt

Bestellen kann man seine Fahrt per App. Der Tourpreis wird direkt angezeigt. Bezahlt wird beim Fahrtbeginn, zunächst in bar. Bald soll auch eine mobile Bezahlung möglich sein. Die "Allygator Shuttle"-Fahrer besitzen einen Personenbeförderungsschein.

Das Unternehmen wirbt außerdem mit Nachhaltigkeit: Der Shuttlebusservice reduziere durch weniger Individualreisen Staus und Emissionen in der Stadt. Es sollen weitere Städte auch außerhalb Deutschlands folgen.

Laut Berliner Zeitung sind noch nicht alle Rechtsfragen abschließend geklärt. Die Betreiber seien der Auffassung, dass sie derzeit keine Genehmigung vom Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) brauchen. Falls sie jedoch mit ihrem Fahrdienst Gewinne erzielen wollen, müssten sie einen Antrag stellen, hieß es im Senat.