Ein Digital-Labor soll Unternehmen in Berlin und Brandenburg zu mehr Wettbewerbsfähigkeit verhelfen. Das Labor, das die Unternehmensverbände der beiden Länder (UVB) zusammen mit der Prognos AG entwickelt haben, soll ein Ort der Information und des Austauschs werden.
In einem Infopool können Firmen neue Forschungsergebnisse und Anwendungsbeispiele für digitale Prozesse erhalten. Außerdem können sie in Workshops und Veranstaltungen Kontakte zu renommierten Wissenschaftlern knüpfen und anhand von Beispiele lernen, wie andere Unternehmen in Sachen Wirtschaft 4.0 vorgehen.
„Wir gehen mit dieser Plattform neue Wege“, erklärte UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck. „Die Digitalisierung ist eine Querschnittaufgabe, die alle Bereiche der Unternehmen betrifft. Deshalb müssen wir die Entscheider in den Unternehmen erreichen.“ In die Beratung einsteigen werde die UVB allerdings nicht. „Aber wir zeigen auf, was es gibt und wer Informationen über die Digitalisierung bietet.“
Startup-Verband im UVB-Präsidium
Wissenschaftliche Partner des UVB Digital Labors sind bisher die Technologiestiftung Berlin, das Institut für angewandte Forschung (IFAF) der Berliner Hochschulen sowie die BTU Cottbus-Senftenberg mit dem Innovationszentrum „Moderne Industrie Brandenburg“.
Eine besondere Rolle spielt der Bundesverband Deutsche Startups. Dessen Vorstandsvorsitzender Florian Nöll will den etablierten Unternehmen „wertvollen Input geben“ und umgekehrt „von ihren Strukturen lernen“. Nöll wurde ins höchste Entscheidungsgremium des UVB berufen – das Präsidium.
Dort sind die wichtigsten Branchen der Hauptstadtregion vertreten – die Industrie, die Energiewirtschaft, der Dienstleistungssektor, der Bau, das Handwerk, der Handel und das Hotel- und Gaststättengewerbe.




