Der Berliner Online-Dienst KaufDA, der Handelsprospekte auf Smartphones und Tablets bringt, übernimmt den Konkurrenten MeinProspekt. Ein Kaufpreis wurde am Dienstag nicht genannt. Gemeinsam sehe man sich in einer besseren Position, den Markt zu entwickeln, sagte KaufDA-Gründer Christian Gaiser: „Die Nutzergruppen von kaufDA und MeinProspekt ergänzen sich ausgezeichnet.“

KaufDA und MeinProspekt bringen die Angebotsprospekte online, die Verbraucher sonst auf Papier in den Läden oder in ihren Briefkästen finden. Sie erhalten eine Gebühr vom Händler, wenn ein Prospekt angesehen wird. Er rechne damit, dass innerhalb von 10 bis 15 Jahren die Anzahl der Prospekte in den Briefkästen stark abnehmen werde, sagte Gaiser. Schon heute veröffentlichten einige Händler einen Teil der Prospekte ausschließlich über die App.

„Das Potenzial der digitalen Prospektwerbung ist aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Hier sind auch in Zukunft erhebliche Zuwächse in der Nutzung sowie Verschiebungen in den Werbebudgets zu erwarten“, sagte Michele Arcaro, Geschäftsführer von MeinProspekt.

KaufDA hat pro Monat knapp drei Millionen Nutzer auf mobilen Geräten und veröffentlicht Prospekte von 600 Kunden. Zu den rund 250 Mitarbeitern kommen mit dem Kauf von MeinProspekt knapp 50 weitere hinzu. Gaiser will eine internationale Expansion vor allem im US-Markt vorantreiben. KaufDA gehört mehrheitlich dem Medienkonzern Axel Springer.

dpa/gri