Das Karriere-Netzwerk LinkedIn hat im deutschsprachigen Raum die Aufholjagd zum Marktführer Xing beschleunigt. Der US-Rivale knackte Anfang Mai die Marke von fünf Millionen Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit kam binnen knapp acht Monaten eine Million Nutzer hinzu. Die Hamburger Firma Xing hat zum aktuellsten Stand von Anfang des Jahres sieben Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum und wuchs in seiner Kernregion im gesamten vergangenen Jahr um 839 000 Nutzer.
Weltweit ist die Zahl der Linkedin-Mitglieder zwischen Ende Dezember und Ende März von rund 277 Millionen auf mehr als 300 Millionen gewachsen. Zum Vergleich: Facebook kommt auf 1,28 Milliarden Nutzer, Twitter auf 255 Millionen.
LinkedIn ist anders als Facebook auf Geschäftskontakte ausgerichtet. Sein Geld verdient das Unternehmen unter anderem mit Gebühren für Premium-Mitgliedschaften und der Personalsuche für Firmen. Der Umsatz sprang um 46 Prozent auf 473 Millionen Dollar hoch.
Für seinen Wachstumsdrang nimmt LinkedIn einen Verlust in Kauf. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen aus dem Silicon Valley gut 13 Millionen Dollar (9 Mio. Euro) Miese gemacht, wie es vergangene Woche mitteilte. Vor einem Jahr hatte LinkedIn noch einen Gewinn von rund 23 Millionen Dollar erwirtschaftet.
LinkedIn hatte die Funktionen seiner Plattform erweitert und war auf den chinesischen Markt vorgestoßen. Dadurch stiegen die Kosten schneller als die Einnahmen. Außerdem trug zu dem Verlust der Kauf der Firma Bright für 120 Millionen Dollar bei. Bright hilft durch Datenauswertung, Jobsuchenden und Arbeitgeber zu verbinden.
Der Hamburger LinkedIn-Konkurrent Xing ist vor allem auf den deutschsprachigen Raum fokussiert und hatte nach jüngsten Zahlen rund 14 Millionen Mitglieder weltweit.
dpa





