Vernetztes Auto

Aupeo bringt Surround-Klang ins Auto

Seit der Übernahme durch Panasonic vor einem halben Jahr war es ruhig um die Berliner geworden. Mit Ankündigungen zu neuen Diensten meldet sich Aupeo auf der CES in Las Vegas zurück

Foto: Massimo Rodari

Der Musikstreaming-Dienst Aupeo will Musik aus dem Internet im Mehrkanal-Sound ins Auto bringen. Dazu arbeiten die Berliner mit den Entwicklern des Surround-Verfahrens DTS HD zusammen, das bei Kinofilmen zum Einsatz kommt. Das teilten die Unternehmen am Dienstag auf der Branchenmesse CES in Las Vegas mit. Aupeo gehört seit der Übernahme im Mai zum japanischen Technologiekonzern Panasonic.

Die Vernetzung des Autos mit dem Internet ist der neueste Trend in der Informationstechnologie. Erst am Montag hatte der Internet-Konzern Google eine Entwickler-Allianz mit Autoherstellern für sein mobiles Betriebssystem Android angekündigt.

Aupeo hat mit Unterstützung des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) eine Streaming-Technik entwickelt, die Musik aus dem Internet auch im vollen Raumklang ins Auto überträgt. Das 2008 gegründete Startup bietet einen Dienst, der Musik nach dem Geschmack der Nutzer zusammenstellt und online überträgt. Aupeo hat dafür Lizenzen in mehr als 40 Ländern erworben.

Das neue Aupeo-System soll nach Unternehmensangaben ab Sommer in Autos verfügbar sein, als Beispielfahrzeug wurde in Las Vegas ein BMW präsentiert. Seit 2012 integriert Mercedes Aupeos Dienst in sein Drive-Kit.

Neue App, neue Preise

Wie der Branchendienst Heise berichtet, soll Panasonic bei der Präsentation auch die Nutzung von DTS HD über Aupeo auf Mobilgeräten erwähnt haben. Details wurden nicht bekannt.

Das Aupeo-Angebot solle weiter ausgebaut werden, hieß es in Las Vegas. Dort wurde auch die überarbeitete App des Unternehmens vorstellt, die eine vereinfachte Navigation und ein neues Design hat.

Um die Verbreitung von Aupeo weiter voranzutreiben, kündigte Panasonic zudem an, die Abogebühren in Europa für die werbefreie Premiumvariante auf 2,99 Euro pro Monat beziehungsweise 29,99 Euro pro Jahr zu senken. Wer ein Jahresabo abschließt, soll zudem zwei Monate gratis erhalten.