Die Investitionsbank Berlin (IBB) baut ihr Engagement im Gesundheitsmarkt aus. Der von der IBB Beteiligungsgesellschaft gemanagte Technologie-Fonds investiert zusammen mit der Falk Strascheg Holding in das Medizin-Start-up Scopis, das unter anderem ein Navigationssystem für Chirurgen entwickelt hat. Insgesamt fließt den Gründern um Bartosz Kosmecki ein siebenstelliger Betrag zu, teilte die IBB mit. An dem Unternehmen sind bereits der High-Tech-Gründerfonds und die Fraunhofer-Gesellschaft über ihre Wagniskapitaltochter beteiligt.
Scopis ist 2010 gegründet worden und aus dem Berliner Zentrum für Mechatronische Medizintechnik (BZMM) hervorgegangen, einer Kooperation von Fraunhofer IPK und Charité. Das Unternehmen widmet sich der Entwicklung und Vermarktung von klinischen Messsystemen für unterschiedliche medizinische Anwendungsgebiete der minimal-invasiven Chirurgie. Scopis stellte vor kurzem das neuartige chirurgische Navigationssystem vor. Die Scopis Hybrid Navigation vereint die optische und die elektromagnetische Messtechnologie in einem System. Chirurgen können entscheiden, welche Technologie besser zum jeweiligen Eingriff passt.
Zu den neuesten medizintechnischen Entwicklungen zählt dabei eine spezielle Funktion, anhand derer Navigationsdaten direkt im Endoskopiebild eingeblendet werden. Dies funktioniert ähnlich wie bei einem Verkehrs-Navigationssystem: Der Chirurg sieht während einer Operation nicht nur das Bild des Endoskops, sondern auch Navigationsdaten über die nächsten geplanten Schritte. Ein Ton warnt ihn, sobald er vom Pfad abweicht.
Scopis werde „in den Ausbau ihres weltweiten Vertriebsnetzwerks und in die Entwicklung neuer Produkte investieren“, teilte Gründer Kosmecki mit. Scopis Navigationsprodukte werden in über 20 Ländern klinisch eingesetzt.
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