Die Potsdamer Softwareschmiede Serious Games Solutions ist mit dem Deutschen Computerspielpreis 2013 ausgezeichnet worden. Die Babelsberger gewannen in der Kategorie „Bestes Serious Game“ mit ihrem Spiel „Menschen auf der Flucht“. Auf einer multimedialen Reise können Jugendliche den Bürgerkrieg im Kongo nacherleben. Das Spiel sei preiswürdig, weil es die Problematik und das Leid von Flüchtlingen durch seine virtuelle Realität „emotional nachvollziehbar“ mache, urteilte die Fachjury. Kritiker bezweifeln den pädagogischen Nutzen von „Serious Games“.
Der Hamburger Spieleentwickler Daedalic bekommt für den zweiten Teil der Spieletrilogie „Chaos auf Deponia“ den Deutschen Computerspielpreis für das beste deutsche Spiel überhaupt. Das Abenteuerspiel entführe erneut in eine „einzigartige Spielwelt, die Douglas Adams, Terry Pratchett oder Matt Groening nicht wahnwitziger hätten erfinden können“, urteilte die Jury in Berlin. Erneut muss Anti-Held Rufus das Herz einer Frau gewinnen, deren Persönlichkeit auf drei Datasetten gespeichert ist, damit die Flucht von seinem Schrottplatz-Planeten gelingt.
Insgesamt 385.000 Euro Preisgeld
Der Deutsche Computerspielpreis wurde im Rahmen der Deutschen Gamestage in Berlin verliehen. Er wird von den Branchenverbänden BIU und GAME zusammen mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann vergeben. Mit dem Preisgeld von insgesamt 385.000 Euro werden jährlich herausragende Entwicklungen der Branche in insgesamt acht Kategorien bedacht.
Als bestes Nachwuchskonzept wählte die Jury „GroundPlay“ der Hamburger Hochschule HAW. Bestes Kinderspiel wurde „Meine 1.App“ von appp media. Auszeichnungen erhielten auch „Tiny & Big: Grandpa's Leftovers“ von Black Pants Studio (bestes Jugendspiel), „World Wonders – The Towers of Babel“ von Games in Flames (bestes mobiles Spiel) und „Forge of Empires“ von InnoGames (bestes Browserspiel).
dpa/ap



