Personal Shopping

Herrenausstatter Outfittery expandiert ins Ausland

Das vor einem Jahr gegründete Berliner Start-up hat in wenigen Monaten Kundenzahl und Mitarbeiter verdoppelt. Jetzt startet Outfittery in Österreich

Foto: Outfittery

Der Berliner Online-Herrenaustatter Outfittery expandiert ins Ausland. Das Portal des Start-ups ist seit Montag auch in Österreich aktiv. Es ist der erste Auslandsmarkt, in den das Berliner Start-up einsteigt. Zugleich kehrt Outfittery damit zu den Wurzeln der Co-Gründerin Julia Bösch zurück. „Als Österreicherin hat es mich nach Berlin verschlagen – deshalb freue ich mich natürlich ganz besonders über diesen ersten Schritt in Richtung Internationalisierung“, sagte Bösch am Montag.

Outfittery ist ein sogenannter Personal-Shopping-Dienst, bei dem Stilberaterinnen aufgrund der Größenangaben und Vorlieben von Kunden individuelle Outfits zusammenstellen und versenden. Im Sortiment befinden sich über 150 Marken, wie Boss, Closed, Mavi, Scotch & Soda oder René Lezard. Das Unternehmen wurde vor einem Jahr in Berlin von Bösch zusammen mit Anna Alex gegründet. Es zählt nach jüngsten Angaben mittlerweile 50.000 Kunden und damit doppelt soviel wie zu Jahresbeginn. Angaben zum Umsatz macht das Unternehmen nicht. Im Januar hatte das Unternehmen einzig mitgeteilt, dass der durchschnittliche Wert eines Warenkorb bei mehr als 300 Euro liege. Angaben zu Retouren machte das Unternehmen nicht. Outfittery konkurriert mit den beiden ebenfalls aus Berlin stammenden Anbietern Modemeister.de und Modomoto.de.

Die Mitarbeiterzahl hat sich ebenfalls mehr verdoppelt. Outfittery beschäftigt mittlerweile 50 Mitarbeiter, davon 20 Stilberaterinnen. Finanziert wird das Wachstum aus der jüngsten Finanzierungrunde, bei der Outfittery ein mittlerer siebenstelliger Betrag zugeflossen ist. An dem Start-up haben sich zuletzt Ende Januar die Investitionsbank Berlin (IBB) über den von ihr gemanagten Beteiligungsfonds VC Fonds Kreativ sowie die Wagniskapitalgeber Mangrove Capital Partners und RI Digital Ventures (gehört dem Verleger Dirk Ippen) beteiligt. Startinvestoren sind Holtzbrinck Ventures und der Hightechgründerfonds HTGF.

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