Berliner Start-up

Gebrauchtwarenhändler Rebuy bekommt Finanzspritze

Der Online-Markt für Gebrauchtwaren wächst sprunghaft und ist immer härter umkämpft. Rebuy rüstet sich im Kampf um Marktanteile gegen Momox mit einer Kapitalspritze des Wagnisfinanzierers Iris Capital.

Foto: rebuy

Kapitalspritze für den Online-Gebrauchtwarenhändler Rebuy: Der französische Wagnisfinanzierer Iris Capital beteiligt sich in nicht genannter Höhe an dem Berliner Start-up, zu dessen Finanzieren bereits SAP-Gründer Hasso Plattner zählt. Mit dem Geld soll das schnelle Wachstum Rebuys finanziert werden.

Der sogenannte Re-Commerce gilt als lukrativer und umkämpfter Markt, nicht zuletzt weil die großen US-Portale Amazon und Ebay eingestiegen sind. Unternehmen wie Rebuy kaufen Gebrauchtes – Bücher, Mobiltelefone, Spiele oder Elektronikartikel –, polieren die Waren auf und verkaufen sie mit Gewinn weiter. Der Branchendienst „Gründerszene“ berichtet von einem Preisaufschlag von bis zu 40 Prozent.

Größter Konkurrent von Rebuy ist das ebenfalls in Berlin ansässige Start-up Momox, das im vergangenen Jahr 60 Millionen Euro umsetzte und nach eigenen Angaben profitabel arbeitet. Andere Anbieter sind WirKaufens, an dem unter anderem der Wachstumsfonds der Investitionslandesbank Brandenburg beteiligt ist, und der wesentlich von der Metro-Tochter MediaSaturn finanzierte Anbieter Flip4New, der mit Ebay zusammenarbeitet.

Rebuy wollte den Umsatz 2012 auf 45 Millionen Euro verdoppeln. Das Unternehmen beschäftigt in Rudow mittlerweile 400 Mitarbeiter. Bis Jahresende sollen es 700 sein. Eine zweite Lager- und Versandhalle ist im Bau.