Noch hat die Bundesregierung das komplette Besuchsprogramm von Barack Obama nicht veröffentlicht, aber die wichtigsten Daten sind jetzt bestätigt.
Am kommenden Dienstag fliegen Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem G-8-Gipfel in Nordirland direkt nach Berlin. Die Landung der Präsidentenmaschine „Air Force One“ auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel wird gegen 19.30 Uhr erwartet. Um 20 Uhr rechnet man mit Obamas Ankunft im „Ritz Carlton“ am Potsdamer Platz.
Am Mittwoch geht es um Punkt 9.50 Uhr im Schloss Bellevue weiter, wo Bundespräsident Joachim Gauck Obama mit militärischen Ehren empfängt. Obama wird sich ins Gästebuch eintragen und danach mit Gauck zum Gespräch zurückziehen.
Dann geht es ins Kanzleramt, wo Obama um 11 Uhr mit Merkel zusammentrifft. Für 12.30 Uhr ist eine gemeinsame Pressekonferenz vorgesehen, danach ein „Essen unter vier Augen“ – also mutmaßlich ohne Dolmetscher und Berater, ebenfalls im Kanzleramt. Gegen 15 Uhr wird Obama seine Rede am Pariser Platz vor geladenen Gästen halten.
Michelle Obama absolviert ein Partnerprogramm
„Die Teilnehmer werden ein breites Bevölkerungsspektrum aus Wirtschaft, Politik und vielen anderen Gebieten repräsentieren, junge Menschen aus Schulen und Universitäten, die sich in ihrer auch ehrenamtlichen Arbeit den deutsch-amerikanischen Beziehungen besonders verbunden fühlen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitagmittag. Die Platzverhältnisse ließen etwa 4000 Gäste zu.
Ein weiterer Programmpunkt des US-Präsidenten ist dann die Eintragung Obamas in das Goldene Buch der Stadt Berlin. Vermutlich danach wird er sich mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück treffen.
Um 19 Uhr laden Angela Merkel und ihr Mann Joachim Sauer die Obamas zum Essen in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg mit 250 Gästen. Danach fliegt der Staatsgast zurück in die USA. Tagsüber absolviert Michelle Obama ein Partnerprogramm, nähere Details waren am Freitag noch nicht bekannt. Allerdings, so sagte Seibert, dürfte dann auch Joachim Sauer mit dabei sein.
Am Brandenburger Tor und um das Hotel am Potsdamer Platz herrschen massive Sicherheitsvorkehrungen. Der Pariser Platz und Unter den Linden bis zur Wilhelmstraße werden bis Freitag kommender Woche für den Verkehr gesperrt. Zur Landung und zum Abflug der Präsidentenmaschine wird der gesamte Luftraum gesperrt.
Barack Obama freut sich auf Berlin-Besuch
Das Weiße Haus hat am Freitag die Bedeutung unterstrichen, die Präsident Barack Obama seinem bevorstehenden Besuch in Berlin beimisst. Die Visite in der kommenden Woche unterstreiche, wie wichtig die amerikanisch-deutschen Beziehungen auch als Teil der transatlantischen Partnerschaft seien, sagte der stellvertretende nationale Sicherheitsberater Ben Rhodes in Washington.
Demnach freut sich Obama auf die Visite und besonders auf die Gelegenheit, eine Rede am Brandenburger Tor zu halten. Rhodes sprach von einer sehr „eindrucksvollen Veranstaltung“, die zu erwarten sei. Obama werde auf die gemeinsame Geschichte der transatlantischen Allianz eingehen, darauf, „wie weit wir zusammen vorwärts gekommen sind“.
Er werde zugleich betonen, „dass der gleiche Geist der Zusammenarbeit“, den es während des Kalten Krieges gegeben habe, nötig sei, um gegenwärtige Herausforderungen zu bewältigen. Rhodes nannte als Beispiel die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen und die Menschenwürde. Auch wenn Gefahren nicht unmittelbar durch Mauer und Stacheldraht augenscheinlich würden, „heißt das nicht, dass wir nicht zusammenarbeiten müssen“.
mit dpa





