Barack Obama in Berlin

Brandenburger Tor wird ab Freitag zur Sperrzone

US-Präsident Barack Obama wird am 19. Juni vor dem Brandenburger Tor reden. Bereits ab Freitag ist das Areal gesperrt. Auch auf die Anrainer des Hotels Ritz Carlton kommt einiges zu

Foto: Evan Vucci / AP

Bereits am Freitag starten die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Brandenburger Tor im Vorfeld des Besuches von US-Präsident Barack Obama nächste Woche. Von Freitagmorgen 8 Uhr an bis zum 21. Juni um 22 Uhr wird der Bereich Pariser Platz und auch die Straße Unter den Linden ab Höhe Wilhelmstraße gesperrt. Nicht einmal Fahrradfahrer können dann den Bereich passieren. Das geht aus einem Schreiben hervor, das die Berliner Polizei zur Information der Anwohner vorbereitet hat.

Gleich vier solcher Anwohnerinformationen hat die Polizei verfasst. Anhand der Orte, an denen sie verteilt werden sollen, lässt sich das bisher nicht offiziell bestätigte Programm des US-Präsidenten gut nachvollziehen. So werden etwa die Bewohner der Cité Guynemer am Flughafen Tegel darüber informiert, dass es ab Dienstagmittag bis Mittwoch um Mitternacht „besondere Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen“ in ihrem Wohngebiet geben wird.

Am Dienstagabend gegen 19 Uhr wird die Präsidentenmaschine nach Informationen der Berliner Morgenpost in Tegel erwartet, am späten Mittwochabend soll Obama dort wieder abfliegen. In der Zwischenzeit wird in dem Areal weder der Müll abgeholt, noch dürfen die Fenster mit Blickrichtung Flughafen offen stehen. Wer sich dort aufhält, soll seinen Ausweis mit sich führen und mit einer längeren Dauer der Kontrollen rechnen.

Empfang beim Bundespräsidenten

Am Mittwoch soll der US-Präsident nach Informationen dieser Zeitung bei Bundespräsident Joachim Gauck empfangen werden, anschließend bei der Bundeskanzlerin. Später ist offenbar eine Pressekonferenz geplant, am Nachmittag folgt die bereits angekündigte Rede vor dem Brandenburger Tor, abends speist der Präsident im Charlottenburger Schloss, bevor er wieder abfliegt.

Offiziell von Seiten der Bundesregierung gibt es noch keinen Kommentar zum Programm. Die Anwohnerinformationen werden jedoch neben der Cité Guynemer auch für den Bereich Schloss Charlottenburg für die Zeit ab Mittwochmittag ausgegeben sowie großräumig für das Gebiet um den Potsdamer Platz, wo Obama im Ritz-Carlton wohnen wird, und auch für das Regierungsviertel rund um Kanzleramt und Brandenburger Tor. Auch hier soll jeder, der etwaige Kontrollstellen passieren möchte, daran denken, einen Ausweis bei sich zu haben und Zeitverzögerungen einplanen. Fenster und Türen Richtung Ritz-Carlton sowie Richtung Potsdamer Platz sollen geschlossen bleiben.

In den Bereichen Potsdamer Platz und Regierungsviertel dürfen zudem keine Gegenstände abgestellt werden, auch angeschlossene Fahrräder werden kostenpflichtig entfernt, warnt die Polizei. Ebenfalls auf unvorhergesehene Sperrungen bei Ablauf des Obama-Besuches solle man sich einstellen. Für den Besuch des US-Präsidenten werden höchste Sicherheitsvorkehrungen von Berliner Polizei, Bundeskriminalamt und Secret Service getroffen.

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