Die „Blue Man Group“ sind drei schwarzgekleidete Menschen mit leuchtend blauen Köpfen. Sie entdecken die sie umgebende Welt wie Kinder. Staunen über die Klänge, die sie auf ihren Plastikrohren erzeugen können. Probieren zaghaft etwas aus.
Mitmachtheater der speziellen Art
Die blauen Männer trommeln, einer schüttet Farbe auf die Instrumente, es spritzt bis in die ersten Reihen, wo die Zuschauer mit Plastikponchos geschützt sitzen.
Die Performer der Blue Man Group steigen über die Stuhlreihen und suchen nach Personen, die sie auf die Bühne begleitet. Wegschauen hilft nicht, aber wer deutlich signalisiert, dass er keinesfalls will, den verschonen die blauen Männer.
Im Kellertheater fing die Blue Man Group an
Begonnen hat alles in einem kleinen Kellertheater in New York. Da standen die Erfinder Chris Wink, Matt Goldman und Phil Stanton noch selbst als Blue Man auf der Bühne. 1991 kam die Show im engen, lediglich 299 Plätze fassenden Astor Theatre heraus. Shows in Boston, Chicago und schließlich in Las Vegas folgten, aus der Kreativgruppe war bald ein Unternehmen mit vielen Hundert Mitarbeitern geworden. Mittlerweile haben bereits über 25 Millionen Zuschauer weltweit die Show besucht.
Berliner Stage Bluemax Theater
Seit 2004 treten die blauen Männer nun schon in Berlin auf. Der Erfolg der Show in der Hauptstadt ist sicher auch dem boomenden Tourismus zu verdanken. 60 bis 70 Prozent der Besucher kommen nicht aus der Hauptstadt, schließlich ist die Produktion auch für Menschen verständlich, die kein Deutsch sprechen. Diese Show ist ein wenig wie ein Stummfilm.
Die Performance im Berliner Stage Bluemax Theater ist mittlerweile die einzige in Europa, ein verkaufsförderndes Alleinstellungsmerkmal. Sie lief auch in Oberhausen und Stuttgart, konnte sich dort jedoch nicht behaupten. Sie passt halt besser in eine junge, hippe Metropole.


