An der Otto-Braun-Straße in Berlin-Mitte hat die Polizei am Donnerstagvormittag gegen 9.30 Uhr acht mutmaßliche Kabeldiebe festgenommen. Sie hielten sich unerlaubt im leerstehenden und abgesperrten Gebäude des ehemaligen Landesamtes für Statistik auf.
Die Männer sollen zahlreiche Stromkabel gestohlen und dann verkauft haben. Kupferkabel bringen bei Altmetallhändlern zumeist viel Geld.
Die Festgenommen stammen nach Informationen der Berliner Morgenpost aus Tschechien, Lettland und Frankreich.
Die Polizei war seit dem Donnerstagmorgen mit 70 Kräften im Einsatz.
Nach einem Bericht der Zeitung „B.Z.“ wohnten die Diebe als Hausbesetzer in dem Gebäude und bauten nach und nach in nichtgenutzten Räumen die Kabel aus. Das soll bereits zu Stromausfällen geführt haben. Denn im Keller des Hauses befindet sich eine Trafostation. Dort hatte es im April schon einmal einen Zwischenfall gegeben, in dessen Folge es zu einem größeren Stromausfall in Teilen von Mitte und Prenzlauer Berg gekommen war.
Als Folge des Diebstahl fiel am Donnerstag an der Ecke Otto-Braun- und Mollstraße die Ampelanlage aus. Kriminaltechniker durchsuchten das Gebäude.
Bei den Männern wurden zudem Betäubungsmittel gefunden. Sie werden nun bei der Polizei befragt. Danach wird über das weitere Vorgehen entschieden.
plet/dpa


