Friedlich feiern statt Krawall: Das ist das Konzept des ganztätigen Straßenfestes MyFest in Kreuzberg. Es findet seit 2003 jedes Jahr zum 1. Mai in Berlin-Kreuzberg statt und wird von Händlern, Anwohnern und Bürgerinitiativen organisiert, die sich für ein friedliches Zusammenleben ohne Gewalt einsetzen wollen.

Auf mehr als 20 Bühnen treten am 1. Mai Musiker, DJs und Performancekünstler auf. Ab 14 Uhr lockt das Festgelände zwischen Oranienplatz, Görlitzer Bahnhof, Kottbusser Tor und Mariannenplatz zudem mit zahlreichen Imbissbuden und Getränkeständen. Durch das MyFest ist die Stimmung am Maifeiertag im einstigen Krawallbezirk deutlich ruhiger geworden.

Revolutionäre 1. Mai Demo

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai findet auch in diesem Jahr eine Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) statt. Start ist ab 10 Uhr am Hackeschen Markt, gefolgt von einer Kundgebung auf dem Platz des 18. März ab 11:30 Uhr.

Danach laden die Veranstalter zum Maifest mit Infomeile auf die Straße des 17. Juni ein. Auf der Bühne treten verschiedene Bands auf. Bis 19 Uhr wird zudem ein Kinder- und Familienfest mit Hüpfburgen, Musik und kulinarischen Genüssen geboten.

Auch autonome Gruppen planen Demonstrationen durch Berlin: Ein Aufmarsch der NPD wurde von den Veranstaltern kurzfristig abgesagt. Allerdings werden wieder mehrere Tausend Teilnehmer zur „Revolutionären 1. Mai Demo“ in der Hauptstadt erwartet. Die Polizei ist mit 7000 Beamten im Einsatz.

Die Demo startet ab 18 Uhr am Lausitzer Platz in Kreuzberg und endet vor der SPD-Zentrale in der Wilhelmstraße. Radikale Anhänger der beteiligten "Antifa" könnten dafür sorgen, dass die Proteste nicht nur friedlich verlaufen. Im letzten Jahr ging die Demonstration ohne größere Zwischenfälle über die Bühne.

Straßensperrungen wegen Mai-Demos & MyFest 2014 in Berlin

Im Bereich des MyFests zwischen Oranienplatz, Görlitzer Bahnhof, Kottbusser Tor und Mariannenplatz wird am 1. Mai ab ca. 12 Uhr bis ca. 1 Uhr nachts ein vollständiges Halteverbot verhängt.

Auch entlang der Route der „revolutionären 1. Mai-Demonstration“ (Lausitzer Platz, Lausitzer Straße, Reichenberger Straße, Mariannenstraße, Kottbusser Damm, Urbanstraße, Körtestraße, Gneisenaustraße, Mehringdamm, Zossener Straße, Gitschiner Straße,Hallesches Tor und Wilhelmstraße) sollten Autofahrer ihre Fahrzeuge nicht abstellen. Abgesehen vom Halteverbot ist auch das Risiko einer Beschädigung hoch.

In den vergangen Jahren wurden Autofahrer bereits in der Walpurgisnacht am 30. April aufgefordert, rund um den Mauerpark in Prenzlauer Berg, den Boxhagener Platz im Friedrichshain sowie rund um den S-Bahnhof Wedding weder zu halten noch zu parken.

pet