In der DDR hat eine „Aktion Neues Denken“ per Post Flugblätter verschickt, auf denen die Bevölkerung aufgerufen wird, bei der Kommunalwahl am 7. Mai die Kandidaten der Nationalen Front zu streichen. So könne man der Demokratie eine Chance geben, schreiben die Verfasser. Dies berichtet am 26. April 1989 die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt/Main, der ein Exemplar vorlag. Das Flugblatt weist auf die hohen Ausreisezahlen und Missstände hin, etwa auf die schlechte Versorgung sowie die mangelnde Presse- und Reisefreiheit. Der DDR-Regierung wird Unfähigkeit vorgeworfen. „Nur ein Wahlergebnis wesentlich niedriger als 99,9 Prozent übt Druck zur Neuorientierung aus“, heißt es in dem Flugblatt. Ähnliche Kritik hatte die Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen bereits Anfang April in Dresden geäußert.
25 Jahre Mauerfall
„Aktion Neues Denken“ ruft zum Wahlboykott auf
Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.
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