25 Jahre Mauerfall

Erweiterung der Reisefreiheit in den Westen für DDR-Rentner

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

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Rentner aus Ost-Berlin und der DDR dürfen nach vorliegenden Informationen seit Anfang des Jahres bis zu ein Jahr lang in den Westen reisen. Obwohl darüber keine offizielle Mitteilung der DDR-Behörden vorliegt, bestätigte am 24. April 1989 ein Sprecher der der Zentralen Melde- und Beratungsstelle für den West-Ost-West-Verkehr beim Senator für Inneres auf Anfrage, dass die bisher geltende 60-Tage-Beschränkung offensichtlich aufgehoben sei.

Dies gehe aus Angaben von Rentner hervor, die im ersten Quartal in verstärkter Zahl in den Westteil der Stadt kamen. So wurden im Januar in West-Berlin 166.220 Besucher im Rentenalter registriert – gegenüber 143.187 im Januar 1988. Während die DDR-Behörden 1988 die Zahl der genutzten Aufenthaltstage im Westen noch in den Reisegenehmigungen vermerkten, geschieht dies seit seit dem 1. Januar nicht mehr.

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